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Lymphknotenschwellung

Synonyme: Lymphknotenvergrößerung, Lymphadenose

1 Definition

Als Lymphknotenschwellung bezeichnet man die sicht- oder tastbare Vergrößerung eines oder mehrerer Lymphknoten.

2 Ätiologie und Pathogenese

Lymphknotenschwellungen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Sie können sowohl bei Infektionen (z.B. Angina tonsillaris, Röteln, Infektiöse Mononukleose) als auch bei Neoplasien (Metastasen, Lymphome, HIV) vorkommen. Chronische Lymphknotenschwellungen können auch durch eine Sklerosierung nach durchstandenen Infektionen entstehen.

Die typischen Ursachen liegen entweder im Lymphknoten selbst (z.B. bei Lymphomen) oder im tributären Gebiet des Lymphknotens (z.B. bei infizierten Wunden).

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Allopurinol, Phenytoin, Hydralazin, Procainamid, Isoniazid, oder Dapson) kann zur Vergrößerung von Lymphknoten führen.

2.1 Entzündung

Bei einer Entzündung sind Lymphknotenschwellungen eine physiologische Reaktion auf Entzündungsreize (z.B. eine Infektion mit Mikroorganismen). Man spricht von einer Lymphadenitis, bei der es zu einer Vermehrung von Lymphozyten im Lymphknoten kommt.

2.2 Tumoren

Im Rahmen von Tumorerkrankungen entstehen Lymphknotenschwellungen durch das Wachstum maligner Zellen innerhalb des Lymphknoten, was zu einer Substanzvermehrung und damit zu einer Vergrößerung der betroffenen Lymphknoten führt.

2.3 Sklerosierung

Durch vorausgegangene Infektionskrankheiten, wie z.B. die bereits erwähnte infektiöse Mononukleose, kann es vorkommen, dass Lymphknoten über meherere Monate, teilweise auch Jahre hinweg ohne nennenswerte Größenzunahme und Druckdolenz geschwollen bleiben. Die Ursache hierfür ist eine bleibende Gewebeverdichtung im Lymphknoten, die man als Sklerosierung bezeichnet.

3 Einteilung

3.1 ...nach Lokalisation

3.2 ...nach Verlauf

4 Klinik

Erkrankungen der Lymphknoten werden unter dem Begriff Lymphadenopathie zusammengefasst. Sind mehr als 2 nicht benachbarte Lymphknotenstationen betroffen, spricht man von einer generalisierten Lymphadenopathie.

Nicht jeder tastbare Lymphknoten hat Krankheitswert. Lymphknotenschwellungen sollten daher immer im Zusammenhang mit anderen Befunden interpretiert werden. Unklare Lymphknotenschwellungen, d.h. Lymphknotenschwellungen ohne erkennbare klinische Ursache (z.B. Infekt) müssen engmaschig beobachtet werden. Bildet sich eine unklare Lymphknotenschwellung nicht nach zwei bis drei Wochen zurück, sollte eine Lymphknotenbiopsie mit anschließender histologischer Untersuchung des Biopsats vorgenommen werden. Lypmphknoten, die jedoch schon meist über Jahre hinaus bestehen bleiben und nicht an Größe zunehmen, sind meist unbedenklich und nicht interventionsbedürftig.

4.1 Inspektion

Bei der Inspektion einer Lymphknotenschwellung achtet man vor allem auf sichtbare Entzündungszeichen (Rötung) und durchmustert systematisch das tributäre Gebiet des betroffenen Lymphknotens nach Verletzungen, Infektionen oder anderen pathologischen Veränderungen. Bei Schwellungen im Bereich des Unterkiefers gehört dazu auch die Inspektion der Mundhöhle (Aphthen, Zahnstatus).

4.2 Palpation

Lymphknoten lassen sich normalerweise nicht abgrenzbar im Gewebe ertasten, so dass allein die Tatsache, dass ein Lymphknoten durch die Palpation erfassbar wird, auf eine pathologische Veränderung hinweist. Bei der Palpation einer Lymphknotenschwellung achtet man auf

  • Größe: Sind die Lymphknoten nur leicht oder deutlich vergrößert?
  • Konsistenz: Fühlt sich die Schwellung weich oder hart (induriert) an?
  • Verschieblichkeit: Ist der Lymphknoten gegen seine Umgebung verschieblich?
  • Druckdolenz: Ist der Lympknoten schmerzhaft oder nicht?

4.3 Interpretation

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