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Acetylsalicylsäure

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonym: ASS
Handelsname: Aspirin® u.a.
Englisch: ASA, acetylsalicylic acid

1. Definition [bearbeiten]

Acetylsalicylsäure ist ein Cyclooxygenase-Hemmer, der zu den nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) zählt.

2. Geschichte [bearbeiten]

Acetylsalicylsäure wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Felix Hoffmann entdeckt und wird heute unter dem Handelsnamen Aspirin® von Bayer HealthCare vermarktet. Darüber hinaus sind in Deutschland eine Vielzahl von ASS-Generika verfügbar.

3. Pharmakologie [bearbeiten]

Acetylsalicylsäure wirkt gerinnungshemmend, analgetisch, antiphlogistisch und antipyretisch. Die Wirkung beruht auf einer irreversiblen Hemmung von Cyclooxygenasen. Diese Enzyme sind für die Bildung von Prostaglandinen zuständig. Prostaglandine wiederum spielen als Mediatoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Schmerzen, Fieber und entzündlichen Vorgängen.


Durch die Acetylsalicylsäure wird auch die Bildung von Thromboxan, eines Bestandteils der Thrombozyten (Blutplättchen), gehemmt. Dadurch verringert sich die Gefahr arterieller Thrombosen. Dieser Effekt, der bereits in Dosen um 100 mg/Tag auftritt, wird u.a. zur Herzinfarktprophylaxe genutzt. Er fördert aber auch die Gefahr von längeren oder stärkeren Blutungen, weshalb die Medikation vor chirurgischen Eingriffen rechtzeitig abgesetzt werden sollte.

4. Indikationen [bearbeiten]

Acetylsalicylsäure ist in vielen verschiedenen Indikationen anwendbar, unter anderem zur:

5. Nebenwirkungen [bearbeiten]

Höhere Dosen (ab 6-8 g/Tag) von ASS haben eine Ototoxizität und können das Gehör schädigen und Tinnitus verursachen.

  • gastrointestinal
    • schlechte Magenverträglichkeit, Ulkusneigung
    • Blutungen (CAVE: Eisenmangelanämie bei Dauertherapie)
    • Ion trapping
  • hämatologisch
    • Thrombozytenaggregationshemmung über mehrere Tage
    • verminderte Prothrombinbildung
  • renal
  • neurologisch
    • Ohrensausen
    • Schwindel
  • sonstige

Acetylsalicylsäure zerfällt bei zu langer Lagerung zu Salicylsäure und führt dann zu verstärkten Nebenwirkungen.

Einen Risiko-Check z.B. auf Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen ermöglicht die DocCheck® Pillbox.

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