Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Instabile Angina pectoris

1 Definition

Als instabile Angina pectoris, kurz IAP, bezeichnet man eine Form der Angina pectoris, deren Symptomatik nicht konstant ist, oder eine Form des akuten Koronarsyndroms (ACS).

2 Hintergrund

Die Verwendung des Begriffes "instabile Angina pectoris" ist nicht einheitlich. Er dient meist als Symptombeschreibung und bezeichnet dann eine Angina pectoris mit inkonstanter Symptomatik. Als instabil werden dabei folgende Angina-pectoris-Formen gewertet:

Daneben wird der Begriff auch als Entität des akuten Koronarsyndroms aufgefasst. In diesem Fall handelt es sich dann um eine Diagnose, die gestellt werden kann, wenn eine infarkttypische Symptomatik für mindestens 20 Minuten besteht, jedoch keine elektrokardiographischen und serologischen Veränderungen bestehen, die auf einen Myokardinfarkt hinweisen.

3 Pathophysiologie

Einer instabilen Angina pectoris liegt eine Koronare Herzkrankheit (KHK) mit Arteriosklerose der Koronararterien zugrunde. Der primäre Pathomechanismus der Ruheischämie ist meist eine kurz zuvor eingetretene Ruptur von atherosklerotischen Plaques in den Herzkranzgefäßen, die zu einer Bildung von Plättchenthromben und zur Freisetzung von Vasokonstriktoren führt. Dies führt zu einer teilweisen Verlegung und reflektorischen Verengung der Arterien durch Vasospasmus. Der Thrombus kann das Koronargefäß verlegen und dadurch einen akuten Myokardinfarkt auslösen.

4 Einteilung

Der Schweregrad einer instabilen Angina pectoris wird nach Braunwald unterteilt in:

Klasse I neu aufgetretene schwere oder akzelerierte Belastungs-AP in den letzten 2 Monaten
Klasse II Ruhe-AP in den letzten 2 Monaten
Klasse III Ruhe-AP in den letzten 48 Stunden

5 Diagnostik

Die instabile Angina pectoris gilt als Vorbote eines drohenden Herzinfarktes (Präinfarktangina) und bedarf der zeitnahen kardiologischen Abklärung und Überwachung. Zur Basisdiagnostik gehören:

Zur weiterführenden Diagnostik zählt die Koronarangiographie, die mit einer PTCA verbunden werden kann.

6 Therapie

Initiale Therapiemaßnahmen sind u.a.:

Die weitere Therapie ist von den Ergebnissen der Diagnostik, vom klinischen Verlauf und vom individuellen Risikoprofil des Patienten abhängig. Ein dringliches invasives Vorgehen (PTCA) ist z.B. notwendig bei

Fachgebiete: Kardiologie

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