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Koronare Herzkrankheit

Synonyme: Koronare Herzerkrankung, Koronarsklerose, KHK, ischämische Herzkrankheit, IHK
Englisch: coronary heart disease, CHD, coronary artery disease, CAD

1 Definition

Die Koronare Herzkrankheit, kurz KHK, ist eine chronische Erkrankung des Herzens, die durch atherosklerotische Veränderungen der Koronararterien (Herzkranzgefäße) ausgelöst wird. Diese Veränderungen führen zu einer zunehmenden Verengung (Stenosierung) der betroffenen Arterien, die man als Koronarstenose bezeichnet. Die Koronarstenose zieht wiederum Durchblutungsstörungen des Herzmuskels nach sich.

Es handelt sich um eine Manifestationsform der arteriellen Verschlusskrankheit (AVK). Die KHK kann sich klinisch durch eine Angina pectoris bemerkbar machen oder "stumm" bleiben.

Die Unterscheidung der KHK von der Koronarsklerose erfolgt durch eine engere (ältere) Definition der KHK, wonach mindestens eine hochgradige Koronarstenose in einem Koronargefäß vorliegen muss. D.h. Patienten mit Wandunregelmäßigkeiten bzw. "nur" leichten oder "mäßigen" Koronarstenosen haben danach eine Koronarsklerose.

2 Ursachen

Die koronare Herzkrankheit ist ein multikausaler Krankheitsprozess, dessen Details immer noch Gegenstand der Forschung sind. Wichtige Faktoren für Entstehung der KHK sind dabei die sogenannten kardiovaskulären Risikofaktoren.

3 Einteilung

Nach dem Ausmaß der atherosklerotischen Veränderungen läßt sich die Koronare Herzkrankheit einteilen in:

4 Symptome

Eine koronare Herzkrankheit kann klinisch "stumm" sein. In den meisten Fällen macht sie sich jedoch durch eine Reihe typischer Symptome bemerkbar, die in Zusammenhang mit dem Vorliegen von kardiovaskulären Risikofaktoren häufig schon klinisch eine Diagnose ermöglichen.

Die Symptome der KHK können spontan - d.h. ohne erkennbare Ursache - oder belastungsabhängig auftreten. Typische Auslöser sind:

  • körperliche Belastung
  • Kälteexposition
  • Umfangreiche Mahlzeiten
  • psychische Belastung

5 Diagnostik

Die Diagnostik der KHK ist auf den direkten oder indirekten Nachweis koronarer Gefäßstenosen bzw. myokardialer Minderperfusion mittels invasiver oder nicht-invasiver Verfahren gerichtet:

5.1 nicht-invasiv

5.2 invasiv

Das Ergebnis der koronarangiografischen Diagnostik kann systematisch mit der TIMI-Klassifikation oder Score-Systemen wie dem SYNTAX-Score erfasst werden.

6 Prognose

Mittels folgender Risikofaktoren lässt sich die jährliche Wahrscheinlichkeit für ein kardiales Ereignis (z.B. Herzinfarkt) eines Patienten mit stabiler Angina pectoris abschätzen.[1]

Risikofaktor Punkte
Komorbidität *
Nein 0
Ja 9
Diabetes mellitus
Nein 0
Ja 6
Stärke der Angina pectoris (AP)
I – normale Aktivität ohne Einschränkungen 0
II – normale Aktivität leicht eingeschränkt 5
III – normale Aktivität stark eingeschränkt 9
Dauer der Beschwerden
≥6 Monate 0
<6 Monate 8
Ruhe-EKG: ST-Senkung oder T-Negativierung
Nein 0
Ja 11
Linksventrikuläre Dysfunktion (Echo)
Nein 0
Ja 11
* zerebrovaskuläre Erkr., chron. Lebererkr., manifeste pAVK, chron. Niereninsuffizienz, chron. obstrukt. Lungenerkrankung (COPD), chron. entzündliche Erkrankungen, Malignom (derzeit aktiv oder im letzten Jahr diagnostiziert)
Wahrscheinlichkeit für Tod od. Herzinfarkt im nächsten Jahr (%) Punkte (Summe)
0-10 1
11-20 2,5
21-25 5
26-30 9
31-35 14
36-40 23
41-45 35
≥46 45

7 Therapie

8 Leitlinien

9 Quellen

  1. Daly CA et al. Predicting prognosis in stable angina – results from the Euro heart survey of stable angina: prospective observational study. BMJ 2006; 332:262-7

10 Weblinks

Fachgebiete: Kardiologie

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