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T-Welle

Synonym: T-Zacke
Englisch: T wave

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Die T-Welle ist der Abschnitt im Elektrokardiogramm, der die Phase der Erregungsrückbildung des Ventrikels kennzeichnet. Sie folgt zeitlich dem QRS-Komplex und der ST-Strecke.

2 Morphologie

Die T-Welle ist breiter und höher als die P-Welle. Sie ist halbrund und der erste positive Ausschlag nach dem QRS-Komplex. Die physiologische Höhe entspricht etwa 1/8 bis 2/3 der R-Zacke.

3 Besonderheiten

3.1 Negative T-Welle

Die T-Welle ist beim Linkstyp in Ableitung III genau wie in Ableitung V1 physiologischerweise negativ. Ansonsten kann eine negativierte T-Welle in den anderen Ableitungen Ausdruck eines ischämischen Geschehens im Myokard (z.B. eines Myokardinfarkts) sein. Unter den T-Negativierungen sind zwei Fälle zu unterschieden.

  • Ein terminal negatives T liegt vor, wenn die Winkelhalbierende der T-Welle nach rechts weist. Es gilt als unspezifisches Zeichen für eine Ischämie des Myokards. Terminal negative T-Wellen können monophasisch und biphasisch auftreten.
  • Ein präterminal negatives T liegt vor, wenn die Winkelhalbierende der T-Welle nach links weist. Das präterminal negative T tritt auch bei Gesunden auf, dann jedoch in Ableitung III oder in den Ableitungen V3-4 bei Jugendlichen. In anderen Fällen kann das präterminal negative T Ausdruck der Einnahme von Herzglykosiden, einer Myokarditis, Perikarditis oder Linksherzhypertrophie sein. Das präterminal negative T kann wie das terminal negative T biphasisch auftreten.

3.2 Vulnerable Phase

Der aufsteigende Teil der T-Welle zeigt die sogenannte vulnerable Phase der Herzaktion an. Hier sind Teile des Myokards noch refraktär, während andere bereits wieder erregbar sind. Kommt es in dieser Phase zu einem Stromstoß beziehungsweise einer Erregung durch ektope Schrittmacher im Rahmen einer Extrasystole kann es zum Kammerflimmern und damit zum kompletten Pumpversagen des Herzens kommen (s. R-auf-T-Phänomen).

3.3 Beziehung zur mechanischen Herzaktion

Während der T-Welle findet mechanisch die Entspannungsphase statt, welche gegen Ende der T-Welle in die Füllungsphase für die Ventrikelfüllung für einen erneuten Kontraktionszyklus übergeht.

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Fachgebiete: Kardiologie

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Dr. Johannes W. Dietrich schreibt seit dem 7.11.2004 im Flexikon, hat bereits 143 neue Artikel publiziert und 529 Artikeldetails verbessert.

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