Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Ibuprofen

Handelsnamen: Aktren®, Neuralgin® extra u.v.m.
Synonym: 2-(4-Isobutylphenyl) propionsäure)
Englisch: ibuprofen, iso-butyl-propanoic-phenolic acid

1 Definition

Bei Ibuprofen handelt es sich um ein nichtsteroidales Antiphlogistikum (NSAR) aus der Gruppe der Arylpropionsäure-Derivate.

2 Chemie

Ibuprofen hat die Summenformel C13H18O2 und eine molare Masse von 206,28 g g/mol.

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3 Wirkmechanismus

Ibuprofen hemmt wie andere NSAR nicht-selektiv die Cyclooxygenase I (COX-1) und II (COX-2), und damit die für das Entzündungsgeschehen wichtige Prostaglandinsynthese. Dadurch wirkt Ibuprofen antiphlogistisch, analgetisch und antipyretisch.

4 Anwendungsgebiete

Ibuprofen findet seine Anwendung bei der Therapie von Schmerzen verschiedener Ätiologie. Dazu gehören Zahnschmerzen, Regelschmerzen oder Kopfschmerzen. Desweiteren findet eine Gabe von Ibuprofen auch bei entzündlichen Prozessen (Antiphlogistikum) und Fieber (Antipyretikum) statt.

Bei Kindern ist Ibuprofen ein in altersgerechter Dosierung häufig angewendetes Analgetikum und Antipyretikum. Ibuprofen kann Kindern ab 6 Monaten verabreicht werden.

Ein weiteres Anwendungsgebiet für Ibuprofen ist ein persistierender Ductus arteriosus Botalli. Hierfür stehen spezielle Darreichungsformen zur Verfügung.

5 Dosierung

Die Einzeldosis beim Erwachsenen liegt je nach Stärke des Schmerzes bei 200-800 mg. Die Maximaldosis von 1.200mg/Tag sollte aber in der Selbstmedikation nicht überschritten werden.

Bis zur Dosierung 400mg/Tablette ist Ibuprofen als Bestandteil verschiedener Präparate verschiedener Hersteller in der Apotheke ohne Rezept zu kaufen. Stärkere Dosismengen sind nur auf Rezept erhältlich.

Die Tageshöchstdosis liegt - je nach Herstellerangabe - zwischen 3.200 mg und 4.000 mg.

  • Hinweis: Wie bei allen Arzneimitteln sollte eine längere Einnahme bzw. höhere Dosierung nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

6 Nebenwirkungen

  • häufig: d.h. bei mehr als 1 von 100 Patienten, kann es bei der Einnahme von Ibuprofen zu Symptomen wie Magen-Darm-Beschwerden (Sodbrennen, Übelkeit, Durchfall, Blähungen, etc), Kopfschmerzen oder Schwindel kommen.
  • gelegentlich: verminderte Harnausscheidung und Wasseransammlung im Körper, Sehstörungen oder Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschläge, Asthmaanfälle)
  • sehr selten: Agranulozytose

7 Wechselwirkungen

Zu einer Verstärkung der Wirkung kann es bei der Einnahme von Ibuprofen zusammen mit Lithium, blutgerinnungshemmenden Mitteln, Ciclosporin, Methotrexat, Glukokortikoiden, kaliumsparenden Diuretika kommen. Dabei kann es auch zu einem verstärkten Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Zu einer Abschwächung der Wirkung kann es hingegen bei der gleichzeitigen Einnahme von Diuretika und Antihypertonika (ACE-Hemmern) mit Ibuprofen kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Probenecid, Sulfinpyrazon, Sulfonylharnstoffen und Zidovudin sind im Zusammenhang mit Ibuprofen ebenfalls Wechselwirkungen beschrieben.

Ibuprofen konkurriert mit ASS um die Bindungsstelle an der COX-1. Somit verringert eine Einnahme von Ibuprofen vor der Einnahme von ASS die antithrombozytäre Wirkung einer Low-Dose-ASS-Therapie.

8 Kontraindikationen

Ibuprofen sollte nicht bzw. nur mit großer Vorsicht angewendet werden, wenn eines der folgenden Merkmale auf den Patienten zutrifft:

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