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Transdermales Pflaster

Synonyme: Transdermales Therapeutisches System, TTS, Emplastra transcutanea
Englisch: transdermal patch

1 Definition

Ein transdermales Pflaster ist eine spezielle Applikationsform zur Verabreichung eines oder mehrerer Wirkstoffe über die Haut für die systemische Therapie.

2 Hintergrund

Transdermale Pflaster werden auf die Haut geklebt und setzen den Wirkstoff langsam über einen bestimmten Zeitraum frei. Die Haut resorbiert den Wirkstoff und er gelangt direkt in den Blutkreislauf.

siehe auch: Transdermale Applikation

3 Anwendung

Transdermale Pflaster werden in verschiedenen Anwendungsgebieten eingesetzt. Am bekanntesten sind dabei:

Ferner werden transdermale Pflaster mit geeigneten Wirkstoffen bei verschiedenen Indikationen eingesetzt:

4 Bewertung

4.1 Vorteile

Die Verabreichung eines Wirkstoffs über transdermale Pflaster hat den Vorteil, dass der Wirkstoff kontinuierlich abgegeben wird, so das gleichbleibende Blutspiegel erzielt werden. Das Pflaster muss meistens erst nach mehreren Tage gewechselt werden, was zur Compliance des Patienten beiträgt. Da der Wirkstoff direkt in den Blutkreislauf abgeben wird, wird ein First-Pass-Effekt verhindert, da der Wirkstoff nicht im Magen-Darm-Trakt resorbiert und in der Leber metabolisiert wird. Außerdem werden gastrointestinale Nebenwirkungen verhindert. Bei der Behandlung von Übelkeit ist von Vorteil, dass die Wirkstoffaufnahme nicht durch Erbrechen verhindert wird.

4.2 Nachteile

Das Tragen eines Pflasters über mehrere Tage kann das Mikroklima der Haut unterhalb des Pflasters ungünstig beeinflussen und Hautirritationen oder Allergien auslösen. Zudem werden Wirkstoffe nur sehr langsam freigesetzt, sodass sich der Wirkeintritt verzögert.

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