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Morbus Alzheimer

(Weitergeleitet von Alzheimer-Krankheit)

Nach Alois Alzheimer (1864 bis 1915), deutscher Neurologe
Synonym: präsenile Demenz (veraltet), Demenz vom Alzheimer-Typ
Englisch: Alzheimer's disease

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Als Morbus Alzheimer bezeichnet man eine auf einer multifaktoriellen Vererblichkeit basierende, üblicherweise zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auftretende, progressive Atrophie des Cortex cerebri.

2 Epidemiologie [bearbeiten]

Frauen sind vom Morbus Alzheimer häufiger betroffen als Männer. Die durchschnittliche Krankheitsdauer bis zum Tod beträgt etwa acht Jahre.

3 Ätiopathogenese [bearbeiten]

Die genaue Ursache des Morbus Alzheimer ist zur Zeit (2008) unbekannt. Es handelt es sich um eine primär degenerative Demenz mit einer diffusen Atrophie der Hirnrinde (im späteren Verlauf auch des Marklagers).

3.1 Histopathologie [bearbeiten]

Mikroskopisch lassen sich intrazelluläre Aggregate des Tau-Proteins (Neurofibrilläre Tangles, Alzheimer-Fibrillen) sowie extrazelluläre Amyloid-Plaques und Angiopathien (Kongorot-Färbung) nachweisen. Innerhalb der Neurone sind granulovakuoläre Degenerationen nachweisbar, die Neurotransmitterausschüttung ist vermindert.

Diese Veränderungen sind allerdings nicht spezifisch und lassen sich auch in den Gehirnen nicht-dementer Personen nachweisen.

4 Symptomatik [bearbeiten]

Das erste Symptom des Morbus Alzheimer ist eine zunehmende Störung der Merkfähigkeit und der Orientierung. Im weiteren Verlauf treten Perseverationen sowie Apraxie und Aphasie auf. Die Persönlichkeitsstruktur bleibt auch mit fortschreitender Erkrankung über einen langen Zeitraum erhalten.

5 Diagnostik [bearbeiten]

Ein relativ neues Diagnoseverfahren (2005) zur Früherkennung des Morbus Alzheimer ist die Software-gestütze Messung der Stoffwechselaktivität im Hippocampus mit Hilfe der Positronenemissionstomographie (PET).

6 Therapie [bearbeiten]

Bis heute ist Morbus Alzheimer unheilbar. Daher bezieht sich die gängige Therapie auf die Linderung der Symptome. Einige Medikamente konnten in klinischen Studien eine Verbesserung der Symptomatik (besonders der Merkfähigkeit) zeigen, unter anderem:

Die Langzeit-Prognose des Morbus Alzheimer wird durch diese Wirkstoffe nicht verändert.

Fachgebiete: Neurologie

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Bettina Beutler schreibt seit dem 4.11.2010 im Flexikon, hat bereits 124 neue Artikel publiziert und 1910 Artikeldetails verbessert.

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