Ciclosporin
Synonyme: Cyclosporin A, Cyclosporin
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition
Ciclosporin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Immunsuppressiva.
2 Pharmakologie
Ciclosporin wird aus den norwegischen Schlauchpilzen Tolypocladium inflatum und Clindrocarpon lucidum gewonnen.
Es handelt sich chemisch gesehen um ein zyklisches Protein mit elf Aminosäureresten.
Ciclosporin bindet im Körper an Calcineurin und verhindert so die Bindung an den nuclear-factor-activating-T-Zell-Rezeptor (NF-AT), ein genregulierendes Protein.
So kann NF-AT nicht aktiviert werden die Produktion von proinflammatorischen Cytokinen und Zelloberflächenrezeptoren gehemmt. Desweiteren hemmt Ciclosporin die Aktivierung und Vermehrung von Lymphozyten.
3 Anwendung
Ciclosporin wird hauptsächlich nach Organtransplantationen und bei Autoimmunerkrankungen angewendet.
Beispiele für weitere Anwendungsgebiete sind:
- Colitis ulcerosa
- Psoriasis
- Glomerulonephritis
- topisch bei chronischen Entzündungszuständen von Bindehaut und Cornea
4 Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen von Ciclosporin sind:
- Niereninsuffizienz
- Leberfunktionsstörungen
- Schädigung des Magen-Darm-Traktes
- Zahnfleischwunden
- Hirsutismus
- Ödeme
- Bluthochdruck
5 Gegenanzeigen
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf die Einnahme von Ciclosporin verzichtet werden.
Die volle Wirksamkeit von Ciclosporin entwickelt sich nach einer dreimonatigen Einnahmezeit. Bei längerer Einnahme ist eine regelmäßige Blutspiegelkontrolle anzuraten. Bei dauerhafter hoch dosierter Einnahme, wie zum Beispiel nach Organtransplantationen erhöht sich das Krebsrisiko.
Tags: Immunsuppressivum
Fachgebiete: Pharmakologie
Um diesen Artikel zu kommentieren, melden Sie sich bitte an.