Protozoen: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 12. April 2021, 17:44 Uhr
Synonym: Protozoa, Urtierchen
Singular: Protozoon
Englisch: protozoa
Definition
Der Begriff Protozoen bezeichnet eine Gruppe sehr verschiedener einzelliger, eukaryonter Organismen. Zusammen mit den einzelligen Algen und Pilzen bilden sie das Unterreich der Protisten. Darunter versteht man alle einzelligen Lebewesen mit einem echten Zellkern. Während die Algen und Pilze dem Pflanzenreich zugeordnet werden, zählen die Protozoa zu den Tieren. Es handelt sich also bei den Protozoa um tierische Einzeller.
Hintergrund
Biologie
Protozoen unterscheiden sich erheblich hinsichtlich ihrer Größe und Morphologie. Sie sind heterotrophe Lebewesen, d.h. sie benötigen für Ihren Stoffwechsel von anderen Organismen aufgebaute Substanzen. Man unterscheidet kommensalische, mutualistische und parasitische Formen. Die parasitischen Formen haben eine wichtige Bedeutung als Krankheitserreger bei Tieren und Menschen. Es sind etwa 40 humanpathogene Arten bekannt.
Einteilung
Die Protozoen können nach morphologischen Gesichtspunkten in 4 Gruppen unterteilt werden:
- Sporozoen (Sporentierchen)
- Ciliaten (Wimperntierchen)
- Flagellaten (Geißeltierchen)
- Rhizopoden (Wurzelfüsser)
Diese Einteilung wird in der Medizin zwar immer noch benutzt, ist aber veraltet. In der Biologie wird der Begriff "Protozoa" zwar noch verwendet und im allgemeinem Laboralltag auch die Einteilung genutzt, allerdings ist diese in Wirklichkeit sehr viel umfangreicher und schwieriger vorzunehmen als diese schlichte Einteilung es vermittelt.
Medizinische Bedeutung
Pathogene Protozoen können beim Menschen zahlreiche Erkrankungen (Protozoonosen) hervorrufen. Beispiele sind Malaria und Amöbenruhr.
Veterinärmedizinische Bedeutung
Die folgende Tabelle zeigt eine vereinfachte und selektive Klassifikation parasitischer Protozoen, die bei Tieren relevant sind:
Literatur
- Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke Verlag, 2008.