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Sarcocystis

1 Definition

Bei den Sarcocystis handelt es sich um Sporozoen, die in der Regel durch die Aufnahme von rohem oder ungenügend gegartem Rind- oder Schweinefleisch in den menschlichen Organismus gelangen können.

2 Epidemiologie

Es wird davon ausgegangen, dass etwa sieben Prozent der deutschen Bevölkerung Sarcocystis ausscheiden.

3 Entwicklungszyklus

Zwischenwirt für Sarcocystis suihominis ist das Schwein, Rinder können für Sarcocystis bovihominis als Zwischenwirt fungieren. In Schweinen und Rindern erfolgt die Vermehrung der Sporozoen ungeschlechtlich und führt zu den infektiösen Merozoiten.

Diese befinden sich in Zysten in der Muskulatur und können vom Menschen, der der Endwirt darstellt, über rohes oder ungenügend gegartes Fleisch aufgenommen werden.

Im menschlichen Gastrointestinaltrakt kommt es zu einer geschlechtlichen Differenzierung und zur Entstehung einer Oozyste, aus der durch das Aufplatzen Sporozysten freigesetzt werden, die wiederum Sporozoiten enthalten. Die Sporozoiten können Zwischenwirte infizieren.

4 Klinik

Nach der Aufnahme von Fleisch, das mit Sarcocystis suihominis kontaminiert ist, treten Fieber, Übelkeit und Erbrechen sowie Diarrhoe auf. Ohne Symptome verläuft dagegen die Infektion mit Sarcocystis bovihominis.

5 Nachweis

Der Nachweis von Oozysten und Sporozoiten im Stuhl führt zur Diagnose.

6 Therapie

Sollte eine Therapie erforderlich sein, erfolgt diese mit Sulfonamiden.

7 Prophylaxe

Es sollte kein rohes oder ungenügend gegartes Fleisch gegessen werden.

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Fachgebiete: Mikrobiologie

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