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Chondrokalzinose

(Weitergeleitet von Pseudogicht)

Synonym: Pseudogicht
Englisch: calciumpyrophosphat deposition disease, CPPD

1 Definition

Unter einer Chondrokalzinose versteht man Ablagerungen von Kalziumpyrophosphat im Knorpel. Eine Chondrokalzinose betrifft vor allem die Menisken, die Bandscheiben sowie die hyalinen Gelenkknorpel der größeren und kleineren Gelenke.

2 Ätiologie und Pathogenese

Eien Assoziation der Chondrokalzinose mit diversen Grunderkrankungen ist häufig. Besonders häufig bestehen Assoziationen mit Diabetes mellitus, Hyperparathyreoidismus, Gicht sowie Hämochromatose.

Auch Gelenkfehlstellungen werden als prädisponierender Faktor angesehen.

Klinisch betrachtet besteht eine Ähnlichkeit zu der Symptomatik der Gicht, weshalb dieses Krankheitsbild auch als Pseudogicht bezeichnet wird. Hier kommt es zu einem Übertritt von Pyrophosphatkristallen in die Synovia, was starke Schmerzen und eine damit verbundene Bewegungseinschränkung verursacht.

3 Morphologie

Während eines akuten Anfalls findet man im histologischen Bild Granulozyten, bei dem chronischen Anfall hingegen sind Lymphozyten überzählig vertreten.

Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer fortschreitenden Fibrosierung des Gewebes. Als Komplikation kann eine sekundäre Arthrose auftreten.

Fachgebiete: Orthopädie

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