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Methylprednisolon

Handelsnamen: Methypred, Metysolon, Urbason, Predni u.a.

1 Definition

Methylprednisolon ist ein nicht-halogeniertes Glukokortikoid, das im Rahmen einer Ersatz-Therapie bei Mangel an körpereigenem Kortison eingesetzt wird.

2 Indikationen

Methylprednisolon weist ein breites Wirkungsspektrum auf. Primär kann der Wirkstoff bei einer Nebennierenrindeninsuffizienz und einem daraus resultierenden Morbus Addison eingesetzt werden. Hier kompensiert es den Mangel an körpereigenem Kortison.
Dadurch, dass es allergische Hautreaktionen sowie Entzündungen unterdrücken kann, kommt es vor allem bei der Behandlung folgender Hauterkrankungen zum Einsatz:

Weiter können auch Atemwegserkrankungen mit dem Medikament therapiert werden:

Außerdem wird der Arzneistoff im Rahmen verschiedener rheumatischer Erkrankungen sowie Kollagenosen verabreicht:

Schließlich können auch schwere Nephritiden sowie chronische Entzündungen des Gastrointestinaltrakts (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) mit Hilfe des Wirkstoffes behandelt werden.

3 Allgemeines

Der Arzneistoff wird in Form von Tabletten, als Injektion oder auch Infusion verabreicht. Lokal kann es in Form von einer Salbe, Creme, Lotion oder Lösung aufgetragen werden.

4 Wirkmechanismus

Indem Methylprednisolon als Glukokortikoid an spezifische Rezeptoren bindet und so in die Proteinbiosynthese eingreift, wirkt es antiinflammatorisch sowie antiproliferativ. Auf diese Weise wird das Immunsystem gehemmt, und damit zusammenhängende Reaktionen werden unterdrückt. Bei der Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen kommt es zu einem Abschwellen der Bronchialschleimhaut und einer damit einhergehenden Bronchodilatation. Durch die antiproliferative Wirkung kommt es aber auch zu Atrophien von Haut und Hautanhangsgebilden, was eine wichtige Nebenwirkung darstellt.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

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