Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Cutis verticis gyrata

Synonyme: Pachydermia verticis gyrata, Cutis verticis plicata, faltenartige Pachydermie
Englisch: cutis verticis gyrata

1 Definition

Cutis verticis gyrata, kurz CVG, ist eine deskriptive Bezeichnung für eine faltenartige Verdickung bzw. Gewebsvermehrung der Kopfhaut.

2 Einteilung

Man unterscheidet zwischen einer primären und einer sekundären Cutis verticis gyrata.

2.1 Primäre CVG

2.2 Sekundäre CVG

Die sekundäre Form wird auch als Pseudo-CVG bezeichnet. Sie hat vielfältige Ursachen, z.B.:

3 Epidemiologie

Die Prävalenz der CVG wird auf ca. 1/100.000 geschätzt. Die primäre CVG tritt bei Männern 5- bis 6-mal häufiger auf.

4 Klinik

4.1 Primäre CVG

Die primäre Cutis verticis gyrata entwickelt sich schleichend ab der Pubertät und in 90 % d.F. vor dem 30. Lebensjahr. Ein kongenitales Auftreten ist sehr selten.

Die vemehrte Kopfhaut wirft sich über dem Schädelknochen auf, sodass wulstförmige Falten entstehen, die durch Furchen getrennt sind und parallel zueinander verlaufen. Meist sind Scheitel und Hinterkopf betroffen, gelegentlich auch die gesamte Kopfhaut, Nacken und Stirn. Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühl kommen nur gelegentlich vor. Bei dichter Faltenbildung kann es zu bakterieller oder mykotischer Besiedlung der Furchen kommen.

4.2 Sekundäre CVG

Die sekundäre CVG manifestiert sich je nach Grunderkrankung unterschiedlich. Meist sind die Falten unregelmäßig und häufig nicht sagittal ausgerichtet. Nävi rufen beispielsweise nur eine irreguläre Fältelung eines umschriebenen Bereichs hervor, während Systemkrankheiten und postinflammatorische Zustände die gesamte Kopfhaut betreffen können.

5 Diagnostik

Histopathologisch findet sich bei der primären Form eine im Wesentlichen normale Haut und allenfalls eine Hypertrophie von Bindegewebe und Adnexstrukturen. Bei der sekundären CVG ist der histologische Befund abhängig von der Grundkrankheit.

6 Therapie

  • häufige Reinigung der Kopfhaut
  • bei tiefen Furchen auch Desinfektion oder topische Antiseptika
  • aus ästhetisch-kosmetischen Gründen: Exzision, ggf. mit Einsatz von Hautexpandern, Lifting-Operationen, Reduktionsplastiken
  • bei sekundären Formen Therapie der Grunderkrankung

Tags:

Fachgebiete: Dermatologie

Diese Seite wurde zuletzt am 4. November 2021 um 17:16 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (4 ø)

35 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: