Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

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Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Infantile Zerebralparese

(Weitergeleitet von Zerebralparese)

Synonyme: Morbus Little, Little-Krankheit

1 Definition

Unter dem Begriff infantile Zerebralparese versteht man eine Parese, die durch eine zerebrale Läsion im Neugeborenen- oder Säuglingsalter bedingt ist.

2 Epidemiologie

Die infantile Cerebralparese betrifft ca. 3-4 von 1.000 Neugeborenen.

3 Ätiologie

Die Erkrankung kann durch

bedingt sein.

4 Klinik

Eine zerebrale Läsion führt häufig zu einer Veränderung des Muskeltonus, in der Regel zu einer Spastik. Seltener werden Muskelhypotonie, Dystonie oder Rigor beobachtet. Fakultative Symptome sind abnorme Reflexe, Ataxie und Dyskinesie.

Die Kombinationen unterschiedlicher Symptome werden zu unterschiedlichen Syndromen zusammengefasst:

Die infantile Cerebralparese geht häufig mit fokalen oder sekundär generalisierten Krampfanfällen, Verhaltensaufälligkeiten und Intelligenzminderung einher.

5 Komplikationen

Die Bewegungsstörung führt zu pathologischen Veränderungen der Gelenke, Knochen und Skelettmuskulatur.

Im Bereich der Gelenke beobachtet man Luxationen, Deformierungen und Kontrakturen. Häufig haben die betroffenen Kinder Spitzfüße, da die Achillessehne verkürzt ist. Weiterhin wird eine Coxa valga beobachtet, die durch die Spastik der Hüftmuskulatur, insbesondere der Adduktoren bedingt ist. Luxationen im Hüftgelenk treten häufiger auf.

Eine unkoordinierte Kontraktion der Rückenmuskulatur kann eine Skoliose begünstigen.

6 Diagnostik

Die infantile Cerebralparese wird häufig erst nach Vollendigung des ersten Lebensjahres diagnostiziert. Nicht der Norm entsprechende motorische Symptome, sowie eine Entwicklungsverzögerung weisen auf die Erkrankung hin.

Um die Ursache der Erkrankung festzustellen, sollten Blut und Urin untersucht und eine Lumbalpunktion durchgeführt werden. Wichtig ist auch die Anfertigung eines Magnetresonanztomogramms des Schädels.

7 Therapie

Nachdem die Diagnose gestellt worden ist, sollte frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden. Wichtig ist eine Physiotherapie nach der Methode von Bobath oder der Methode von Vojta. Aufgrund der Veränderungen an den Gelenken ist die Konsultation eines Orthopäden wichtig. Schienen und ggf. auch Operationen können die Bewegung in den Gelenken verbessern.

Zur Therapie gehört ebenfalls eine Frühförderung. Bei ausgeprägter Spastik sollten Medikamente (z.B. Baclofen oder Botulinumtoxin) eingesetzt werden. Eine Dyskinesie wird mit einem Neuroleptikum behandelt.

8 Prognose

Häufig weisen die betroffenen Kinder trotz der Behandlung eine physische und psychische Beeinträchtigung auf.

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