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Cholinesterasehemmer

(Weitergeleitet von Cholinesterase-Hemmer)

Synonyme: Cholinesterase-Hemmer, Cholinesterase-Blocker, Cholinesteraseinhibitor
Englisch: cholinesterase inhibitor

1 Definition

Cholinesterasehemmer sind Substanzen, die Cholinesterasen inhibieren und dadurch u.a. den Abbau von Acetylcholin verhindern. Dadurch wirken sie indirekt parasympathomimetisch.

2 Einteilung

Je nachdem welche Cholinesterase blockiert wird, unterscheidet man zwischen:

Weiterhin existieren Substanzen, die beide Cholinesterasen hemmen (z.B. Rivastigmin).

3 Chemie

Chemisch gesehen stellen viele Cholinesterasehemmer Phosphorsäureester (Organophosphate) oder Carbamate dar. Erstere hemmen die Cholinesterase irreversibel, letztere nur reversibel.

4 Anwendung

Cholinesterasehemmer werden therapeutisch z.B. bei Morbus Alzheimer, Glaukom und Myasthenia gravis eingesetzt:

Weiterhin werden Cholinesterasehemmer als Insektizide und chemische Waffen verwendet:

5 Intoxikation

Bei Intoxikation mit Cholinesterasehemmern kann ein cholinerges Syndrom bzw. eine cholinerge Krise entstehen. Symptome sind z.B.:

Zur Antagonisierung kommen Atropin, Pralidoxim (2-PAM) oder Obidoxim zum Einsatz. Bei Krampfanfällen sind lediglich Benzodiazepine antikonvulsiv wirksam.

siehe auch: Organophosphatintoxikation

Diese Seite wurde zuletzt am 27. August 2020 um 13:26 Uhr bearbeitet.

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