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Applikationsweg

von lateinisch: applicare - anwenden, verabreichen
Englisch: route of administration

1 Definition

Als Applikationsweg bezeichnet man die Art und Weise, auf die ein Medikament gegeben bzw. verabreicht (appliziert) wird. Für einen bestimmten Applikationsweg wählt man die passende Darreichungsform des Medikaments.

2 Einteilung

Typische Applikationswege in der Medizin sind unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge):

 Bezeichnung  Bedeutung
endobronchial Gabe über die Bronchien bzw. die Bronchialschleimhaut
inhalativ Gabe über die Atemwege bzw. die Lunge
intraarteriell Gabe in eine Arterie
intraartikulär Gabe in eine Gelenkhöhle
intrabronchial Gabe über die Bronchien bzw. die Bronchialschleimhaut
intrakardial Gabe in das Herz
intrakutan Gabe in das Korium der Haut
intraläsional Gabe in eine Läsion (Schädigung)
intralumbal Gabe in den Wirbelkanal (Lendenwirbelsäule)
intralymphatisch Gabe in einen Lymphknoten oder ein Lymphgefäß
intramuskulär Gabe in einen Muskel
intraossär Gabe in den Knochen bzw. die Spongiosa
intraperitoneal Gabe in die Peritonealhöhle
intrathekal Gabe in die Liquorräume des ZNS
intravenös Gabe in eine Vene
intraokulär Gabe in den Bulbus oculi
intravitreal Gabe in den Glaskörper
konjunktival Gabe in den Bindehautsack
nasal Gabe über die Nase bzw. Nasenschleimhaut
oral Gabe über den Mund
parenteral Gabe unter Umgehung des Darms
peroral Gabe über den Mund
rektal Gabe über den Anus bzw. die Schleimhaut des Rektums
subkutan Gabe in das Unterhautfettgewebe
transdermal Gabe durch die Haut (z.B. per Salbe)
vaginal Gabe über die Vagina

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