Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Ciguatera

Englisch: ciguatera

1 Definition

Ciguatera beschreibt eine Fischvergiftung durch den Genuss sonst ungiftiger Speisefische in tropischen und subtropischen Regionen. Die Vergiftung der Fische erfolgt durch hoch neurotoxische, polycyclische Polyether wie Scaritoxin, Palytoxin, Cigua- und Maitotoxin, die durch Flagellaten, im speziellen Dinoflagellaten wie Gambierdiscus toxicus in die Nahrungskette eingebracht werden und mit dem Verzehr der Fische vom Menschen aufgenommen werden. Betroffene Fische können nicht genießbar gemacht werden.

2 Symptome

Innerhalb der ersten 24 Stunden nach Verzehr treten gastrointestinale und neurologische Symptome auf:

Hinzu kommen charakteristische neurologische Symptome wie:

Bei stillenden Müttern wurde an Säuglingen Ausschlag und Durchfall beobeachtet. Symptomspezifisch ist von sexueller wie auch vertikaler Transmission der Toxine auszugehen.

3 Therapie

Eine Behandlung erfolgt symptomatisch durch Rehydratisierung des Patienten und zweifelbehafteten Mannitol-Infusionen.

Ciguatoxine binden an spannungsaktivierte Natriumkanäle und verursachen deren permanente Aktivierung. Somit könnten Kalziumkanalblocker wie Nifedipin und Verapamil recurrente Symptome lindern.

4 Differentialdiagnose

5 Diagnostik

Zum Nachweis von Ciguatera-Toxinen können mehrere Labor-Methoden Anwendung finden, Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC/MS, HPLC-MS, RBA, N2A). In der Praxis werden verschiedene, weniger aufwendige Verfahren gewählt.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

9 Wertungen (3.56 ø)

6.176 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: