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Gambierdiscus toxicus

1 Definition

Gambierdiscus toxicus ist ein Dinoflagellat, der in den Küstengewässern des Golf von Mexiko und der Karibik vorkommt. Gambierdiscus toxicus kann aber in allen tropischen und subtropischen Gewässern sporadisch auftauchen.

2 Toxin und Wirkweise

Ciguatoxin (CTX) und Maitotoxin (MTX) sowie etwa 20 Subtoxine in ähnlicher Zusammensetzung. CTX aktiviert spannungsabhängige Natriumkanäle und MTX aktiviert spannungsabhängige Kalziumkanäle durch indirekte Membrandepolarisation.

3 Symptome

Innerhalb der ersten 24 Stunden nach Verzehr treten gastrointestinale und neurologische Symptome auf die als Ciguatera bezeichnet werden.

4 Ciguatera auslösende Arten

  • Amphidinium carterae
  • Coolia monotis
  • Gambierdiscus toxicus
  • Ostereopsis siamensis
  • Prorocentrum lima

5 Syndrom-Verteilung

Menschen auf der gesamten Welt können durch Ciguatera betroffen sein. Die Dinoflagellaten nehmen das Toxin durch Algen auf und tragen es so über die Nahrungskette in die Fischbestände.

In Fischbeständen mit CFV karibischen Ursprungs sind beim Verzehr gastrointestinale Symptome dominant, in pazifischen Beständen mit CFV überwiegen neurologische Symptome.

6 Diagnostik

Zum Nachweis von Ciguatera-Toxinen können mehrere Labor-Methoden Anwendung finden, Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC/MS, HPLC-MS, RBA, N2A). In der Praxis werden verschiedene, weniger aufwendige Verfahren gewählt.

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