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Radioimmunoassay

Synonyme: RIA, Radioimmuntest
Englisch: radioimmunoassay

1 Definition

Als Radioimmunoassay wird eine pharmazeutische Labormethode zum Nachweis kleinster Pharmakamengen bezeichnet. Sie beruht auf der Konzentrationsmessung eines radioaktiv markierten Antigens in Verbindung mit einem Antikörper (Antigen-Antikörper-Reaktion).

2 Hintergrund

Voraussetzung für die Durchführung eines Radioimmunoassays ist die Verfügbarkeit eines spezifischen Antikörpers gegen das zu bestimmende Antigen. Ein mit gamma-radioaktiven Isotopen (z.B. Jod oder Tyrosin) markiertes Antigen steht mit dem Antigen des Pharmakons, Enzyms oder Hormons in Konkurrenz. Wenn das gesamte Pharmakon an spezifische Antikörper gebunden ist, wird noch ein Teil des radioaktiv markierten Antigens gebunden. Dieser Teil wird bestimmt und vom gesamten Antigen-Antikörper-Komplex abgezogen. Daraus ergibt sich die Pharmakonmenge. Das Verfahren ist höchst empfindlich und hat deswegen eine große praktische Bedeutung bei der Bestimmung von kleinsten Mengen von Pharmaka, Hormonen, Enzymen, Tumormarkern, DNA oder Viren.

3 Alternativen

Das Enzymimmunoassay (EIA, ELISA) funktioniert nach dem selben Prinzip, nur dass anstelle eines radioaktiven Nachweises ein enzymatischer Nachweis verwendet wird.

Eine weitere Alternative stellt das noch genauere immunradiometrische Assay (IRMA) dar. Bei diesem Test wird ein zweiter Antikörper radioaktiv markiert, der gegen den ersten Antikörper gerichtet ist. Der Nachteil dieses Verfahrens liegt jedoch in den verfälschten Ergebnissen bei hoher Substratkonzentration.

Tags:

Fachgebiete: Labormedizin, Pharmakologie

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