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Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Erysipel

Synonyme: Wundrose, Rotlauf
Englisch: erysipelas

1 Definition

Das Erysipel ist eine durch Streptococcus pyogenes hervorgerufene Infektion der Haut. Kommt es zu einem Übergriff auf die Subkutis, Faszien und Muskeln, so spricht man von Phlegmonen.

2 Pathogenese

Streptococcus pyogenes dringt über Defekte der Haut in tiefere Hautschichten ein und breitet sich durch Zerstörung des umliegenden Gewebes als Phlegmone aus. Die Gewebszerstörung erfolgt durch auflösende bakteriell produzierte Enzyme wie z.B. DNAse.

Risikofaktoren für ein Erysipel sind chronische Wunden, Immunsuppression und die periphere arterielle Verschlußkrankheit.

3 Verlauf

Unbehandelt entwickeln sich komplizierte Verläufe, bei denen durch einen Übergriff der Infektion und Gewebszerstörung auf die Faszie und Muskeln eine nekrotisierende Fasziitis bzw. Myositis entstehen.

Der massive Gewebszerfall und die Einschwemmung von bakteriellen Toxinen in den Blutkreislauf bewirken ein Toxic-Shock-Like Syndrome (TSLS), das ein Multiorganversagen nach sich ziehen kann.

Spätfolgen des Erysipels können eine Glomerulonephritis und teilweise stark ausgeprägte Lymphödeme sein.

Unter adäquater Therapie bildet sich das Erysipel unter anfänglich zu beobachtender zentraler Abblassung zurück.

4 Diagnose

Anfänglich ist das Erysipel eine umschriebene, sich schnell oberflächlich ausbreitende Rötung mit scharfem, manchmal zackigem Rand. Sie wird häufig von einer Schwellung der Haut begleitet. Brennende Schmerzen und hochgradige Berührungsempfindlichkeit sind typisch. Bei großflächigem Befall treten Fieber, Schwäche, CRP-Erhöhung, Leukozytose und beschleunigte ESR hinzu.

Ein Abstrich der Haut führt nur in seltenen Fällen zum Nachweis des Erregers.

5 Differentialdiagnosen

6 Therapie

Mittel der Wahl ist die hochdosierte Gabe von Penicillin V oder Cephalosporinen - anhängig von der Schwere der Erkrankung oral oder i.v.. Strikte Bettruhe wird empfohlen, erhöht jedoch das Thrombose-Risiko. Die Ruhigstellung erfordert ggf. eine medikamentöse Thromboseprophylaxe.

Bei Übergriff auf Faszien und/oder Muskulatur sind eine Fasziotomie und das Debridement des nekrotischen Gewebes unter zusätzlicher Gabe von Clindamycin erforderlich.

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