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Immunsuppression

von lateinisch: supprimere - unterdrücken
Synonym: Immunsupprimierung
Englisch: immunosuppression

1 Definition

Als Immunsuppression bezeichnet man die durch Eingriffe von außen erfolgende unphysiologische Unterdrückung einer Immunreaktion. Hier wird die therapeutische Immunsuppression beschrieben, zu pathologischen Störungen des Immunsystems siehe Immundefizienz.

2 Prinzipien

Die Immunsuppression kann auf verschiedenen Ebenen durch Eingriffe in die Signal- oder Synthesewege des Immunsystems erfolgen:

  • Zerstörung oder Hemmung der Immun-Stammzellen im Knochenmark
  • Hemmung der Proteinbiosynthese innerhalb der immunkompetenten Zellen
  • Hemmung der Interleukin-vermittelten Signalwege innerhalb von Lymphozyten

3 Indikationen

Eine immunsuppressive Behandlung ist immer dann indiziert, wenn eine Immunantwort Schäden innerhalb des Organismus erzeugen würde. Besonders das Auftreten von Autoimmunerkrankungen oder die Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen sind solche Indikationen. Allerdings muss immer die Gefahr von dann schwer kontrollierbaren Infektionen in die Indikationsstellung mit einbezogen werden.

4 Behandlungsmöglichkeiten

Eine Immunsuppression kann entweder medikamentös durch die Gabe von Immunsuppressiva oder durch die Bestrahlung des Knochenmarks und der lymphatischen Gewebe erzielt werden.

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