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Cyclophosphamid

Handelsname: Endoxan®

1 Definition

Cyclophosphamid ist ein alkylierender Wirkstoff aus der Gruppe der Stickstoff-Lost-Verbindungen, der in der Medizin vor allem als Zytostatikum zur Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt wird.

2 Pharmakologie

Cyclophosphamid ist ein Prodrug, das erst nach Aktivierung in der Leber seine zytotoxischen Eigenschaften entfaltet. In den Leberzellen wird es durch Cytochrom P450 2B6 (CYP2B6) zu 4-Hydroxycyclophosphamid-Aldophosphamid hydroxyliert. Letzteres spaltet Acrolein ab und wird zum eigentlich zytotoxischen Phosphoramid-Mustard. Phosphoramid-Mustard schädigt die Zell-DNA durch Quervernetzung (cross links) zwischen den DNA-Strängen.

3 Nebenwirkungen

Zu den wichtigsten Nebenwirkungen zählen die Knochenmarksuppression, Haarausfall und Übelkeit. Spezifisch ist die hämorrhagische Zystitis zu nennen, die durch die parallele Gabe von MESNA (Mercapto-ethansulfonat-Natrium) verhindert werden soll.

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Fachgebiete: Arzneimittel

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