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Spinalganglion

Synonyme: Ganglion spinale, Dorsalganglion, Ganglion sensorium nervi spinalis
Englisch: dorsal root ganglion

1 Definition

Ein Spinalganglion ist eine Ansammlung von Nervenzellkörpern (Ganglion), die man an der dorsalen Wurzel (Radix posterior) jedes Spinalnerven antrifft.

2 Anatomie

Pro Rückenmarkssegment ist auf beiden Seiten je ein Spinalganglion ausgebildet, das als mehr oder minder deutliche Auftreibung der hinteren Nervenwurzel imponiert. Die Spinalganglien befinden sich im bzw. an den Foramina intervertebralia der Wirbelsäule zwischen zwei benachbarten Wirbeln. Sie sind etwa 5 bis 8 mm groß und haben eine spindelförmige Gestalt.

3 Histologie

Die Spinalganglien sind von einer derben Kapsel aus Bindegewebe mit hohem Faseranteil umgeben, die sich im Perineurium des Spinalnerven fortsetzt. Sie enthalten pseudounipolare Nervenzellen, die von Mantelzellen umgeben sind. Die Dendriten sammeln verschiedene Afferenzen aus dem Körper und leiten die eingehende elektrische Information über ihre Axone in das Rückenmark weiter. Die Sensoren der distalen Nervenfortsätze registrieren dabei mechanische, thermische und chemische Reize sowie Schmerzreize.

Die Schmerzreize leitenden, pseudounipolaren Spinalganglienzellen bilden mit ihren zentralen Fortsätzen Synapsen in der Substantia gelatinosa des Hinterhorns des Rückenmarks.

4 Embryologie

Die Spinalganglien entwickeln sich aus Zellen der Neuralleiste des Embryos, nicht aus Zellen des Neuralrohrs.

Diese Seite wurde zuletzt am 9. August 2020 um 17:31 Uhr bearbeitet.

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