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Neuropeptid Y

Synonym: NPY

1 Definition

Neuropeptid Y ist ein Polypeptid, das zu den Neurotransmittern zählt.

2 Biochemie

Neuropeptid Y ist aus 36 Aminosäuren aufgebaut. Es bindet an den Neuropeptid-Y-Rezeptor, einen metabotropen Rezeptor, der zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren gehört. Strukturell ist Neuropeptid Y mit dem pankreatischen Polypeptid (PP) und dem Peptid YY verwandt.

3 Vorkommen

Neuropeptid Y findet sich vor allem in den Nervenzellen des Gehirns, wo es in relativ hohen Konzentrationen vorkommt. Darüber hinaus ist es ein Transmitter des autonomen Nervensystems - insbesondere der noradrenergen Neurone. Auch im Magen wird die Substanz in relevanten Mengen sezerniert.

4 Funktion

Neuropeptid Y hat eine Vielzahl von Funktionen, die zur Zeit (2008) nur zum Teil erforscht sind bzw. verstanden werden. Neuropeptid Y spielt - zusammen mit Leptin und anderen Hormonen - eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Hungergefühls und des Fetthaushalts. Leptin führt zu einer verminderten Neuropeptid-Y-Bildung und Ausschüttung im Hypothalamus.

Weiterhin wird eine Beteiligung von Neuropeptid Y bei folgenden physiologischen Prozessen diskutiert:

In Tierexperimenten kam es durch Blockierung des NPY-Gens zu einem erhöhten Auftreten von Krampfänfallen. Deshalb wird vermutet, dass Neuropeptid Y Krampfanfälle kontrolliert und damit die Bereitschaft zu Krampfanfällen herabsetzt.

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Mai 2018 um 21:28 Uhr bearbeitet.

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