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Nucleus mesencephalicus nervi trigemini

Englisch: mesencephalic nucleus of trigeminal nerve

1 Definition

Der Nucleus mesencephalicus nervi trigemini ist ein sensibler Hirnnervenkern des Nervus trigeminus, der sich als lang gestreckte Ansammlung pseudounipolarer Neuronen im Mittelhirn lateral vom zentralen Höhlengrau (Griseum centrale) und kaudal der Lamina tectalis befindet. Sein inferiorer Anteil liegt ventral der Zellen des Locus coeruleus.

2 Neuroanatomie

Der Nucleus mesencephalicus nervi trigemini enthält Zellkörper des ersten Neurons der propriozeptiven Sensibilität der Kaumuskeln, des Kiefergelenks, und des Zahnhalteapparats sowie des harten Gaumens.

Die zentripetalen Zellfortsätze ziehen zum Nucleus motorius nervi trigemini und zum Nucleus supratrigeminalis.

Genau genommen ist der Nucleus mesencephalicus nervi trigemini kein Endkern. Aufgrund der pseudounipolaren Zellkörper entspricht er einem in das ZNS verlagerten Spinalganglion. Daher bezeichnet man ihn auch gelegentlich als das "höchste Spinalganglion".[1]

3 Klinik

Der Masseterreflex wird ausgelöst, indem der Untersucher mit dem Reflexhammer einen leichten Schlag auf das Kinn des Patienten ausführt. Dabei muss der Mund leicht geöffnet sein. Die Reflexantwort besteht in einer beidseitigen Kontraktion der Kieferschließer. Der Masseterreflex ist ein Eigenreflex der Kaumuskulatur, der monosynaptisch über die Projektion des Nucleus mesencephalicus auf den motorischen Trigeminuskern ausgelöst wird.

4 Quellen

  1. [1], Viamedici, abgerufen am 21. März 2021

Fachgebiete: Zentralnervensystem

Diese Seite wurde zuletzt am 21. März 2021 um 18:55 Uhr bearbeitet.

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