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Pseudounipolare Nervenzelle

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Synonym: pseudounipolares Neuron
Englisch: pseudounipolar cell, pseudounipolar neuron

1 Definition

Eine pseudounipolare Nervenzelle ist eine Nervenzelle, deren Dendrit und Axon in der Nähe des Zellkörpers (Soma) zu einem Nervenzellfortsatz verschmolzen sind, der sich bald danach aufspaltet.

2 Hintergrund

Bei pseudounipolaren Nervenzellen handelt es sich um sensible Neuronen des peripheren Nervensystems (PNS), die man in den sensiblen Kopfganglien (Ganglion trigeminale, Ganglion geniculatum) und Spinalganglien findet.

Der Nervenzellfortsatz spaltet sich bald nach Verlassen der Zelle wieder in einen Dendriten und einen Neuriten auf - deshalb sind diese Zellen im Gegensatz zu unipolaren Nervenzellen nur "pseudo"-unipolar. Der zuleitende Dendrit erhält seine Reize aus der Peripherie und besitzt eine Myelinscheide, was ihn strukturell wie ein Axon aussehen lässt. Das eigentliche Axon ist jedoch marklos und zieht - im Falle der Spinalganglien - durch die Radix posterior in das Hinterhorn des Rückenmarks.

Fachgebiete: Histologie

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