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Spinalnerv

Synonym: Nervus spinalis
Englisch: spinal nerve

1 Definition

Als Spinalnerven bezeichnet man die Nerven, die paarig aus dem Rückenmark entspringen. Sie sind Teil des peripheren Nervensystems.

2 Anatomie

Die Spinalnerven bilden sich im Wirbelkanal aus den Fila radicularia der vorderen (Radix anterior) und hinteren Nervenwurzeln (Radix posterior), die das Rückenmark verlassen bzw. in das Rückenmark einstrahlen. In die Radix posterior ist jeweils ein Spinalganglion eingeschaltet.

Im oberen Teil der Wirbelsäule treten sie unmittelbar danach durch die Foramina intervertebralia aus dem Wirbelkanal aus. Im unteren Teil verlaufen sie zunächst als Cauda equina über eine längere Strecke innerhalb des Duralsacks nach kaudal, bevor sie aus dem Wirbelkanal austreten.

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2.1 Äste

Außerhalb des Wirbelkanals zweigen sich die Spinalnerven in jeweils 3-4 Äste auf. Man unterscheidet:

2.2 Anzahl

Insgesamt gibt es 31 paarige Spinalnerven. Es handelt sich um gemischte Nerven, die motorische, sensible und vegetative Anteile enthalten:

2.3 Plexusbildung

Im Bereich der Extremitätenursprünge bilden die Rami anteriores der Spinalnerven so genannte Nervengeflechte (Plexus). Es kommt dabei zu einer Durchmischung der Nervenfasern verschiedener Spinalnerven und schließlich zur Bildung von Nerven, die Anteile mehrerer Rückenmarkssegmente enthalten. Zu diesen Nervengeflechten zählen:

2.4 Besonderheiten

Manche Spinalnervenäste tragen eigene anatomische Namen. Der Ramus dorsalis des ersten Spinalnerven wird z.B. auch Nervus suboccipitalis genannt. Der stärkste Ast des Ramus dorsalis des zweiten Spinalnerven wird als Nervus occipitalis major bezeichnet.

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Mai 2017 um 07:05 Uhr bearbeitet.

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