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Nervengeflecht

Synonym: Nervenplexus
Englisch: Nerve plexus

1 Definition

Nervengeflechte sind komplexe, netzartig verflochtene Arrangements von Nervenfasern. Mit dem Begriff werden vor allem die großen Nervengeflechte im Bereich der Extremitätenursprünge und die Nervengeflechte des vegetativen bzw. enterischen Nervensystems bezeichnet.

2 Hintergrund

Die somatischen Nervengeflechte im Bereich der Extremitäten sind durch die embryologische Entwicklung der Gliedmaßen bedingt. Beim Auswachsen der Extremitätenknospen folgen die Nervenfasern aus den anterioren Ästen (Rami) der Spinalnerven den von ihnen versorgten Muskeln. Dabei kommt es zu einer Überlappung und Vermischung der Fasern. Sie führt zur Entstehung neuer Nerven, die Anteile mehrerer Rückenmarkssegmente tragen. Die streng segmentale Gliederung, die im Rückenmark gegeben ist, geht dadurch verloren.

Vegetative Nervengeflechte können sympathische und parasympathische Fasern enthalten. Sie nutzen oft Arterien als Leitstrukturen. In sie können Ganglienzellen eingestreut sein.

3 Beispiele

3.1 Somatische Nervengeflechte

Sie entspringen aus den anterioren Ästen der spinalen Nervenwurzeln der versorgen unter anderem den Hals und die Extremitäten motorisch und sensibel.

3.2 Vegetative Nervengeflechte

Sie dienen der autonomen Versorgung von Drüsen, inneren Organe und Gefäßen. Hierzu zählen unter anderem:

3.3 Enterisches Nervensystem

Folgende Plexus zählen zum enterischen Nervensystem:

4 Klinik

Erkankungen von Nervengeflechten bezeichnet man als Plexopathien.

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Fachgebiete: Allgemeine Anatomie

Diese Seite wurde zuletzt am 28. April 2022 um 21:12 Uhr bearbeitet.

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