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Fettleber

Synonyme: Fettlebererkrankung, Leberverfettung, hepatische Steatose, Steatosis hepatis
Englisch: fatty liver, hepatic steatosis

1 Definition

Die Fettleber ist eine krankhafte Veränderung der Leber, bei der es zu einer vermehrten Einlagerung von Triglyceriden in das Lebergewebe kommt.

Der Übergang von einer gesunden Leber zur Fettleber ist fließend. Im allgemeinen spricht man von einer Fettleber, wenn mehr als 50% der Hepatozyten von einer Leberzellverfettung betroffen sind oder der Gewichtsanteil des Fetts in der Leber mehr als 10% des Gesamtgewichts überschreitet.

2 Ätiologie

Als Ursachen für eine Fettleber kommen in Betracht:

3 Einteilung

Nach der Ätiologie unterscheidet man grob:

4 Pathohistologie

Bei der Fettleber sieht man eine zunehmende Akkumulation von Trigylceriden in den Hepatozyten. Zunächst zeigen sich kleine Fettvakuolen um den Zellkern, was man als mikrovesikuläre Verfettung bezeichnet. Der Zellkern ist weiterhin zentral lokalisiert. In späteren Stadien wird der Zellkern vom Fett in die Peripherie der Zelle gedrückt, was zur typischen Siegelringform der verfetteten Leberzellen führt. Man spricht hier von einer makrovesikulären Verfettung. Die Zellen erscheinen im Präparat optisch leer, da das Fett bei der histologischen Aufbereitung aus den Zellen heraus gelöst wird.

Eine makrovesikuläre Verfettung sieht man typischerweise bei chronischem Alkoholismus, Diabetes mellitus, Fettsucht und nach längerer Glukokortikoidgabe. Die mikrovesikuläre Verfettung ist typisch für akute Form der Fettleber, wie man sie beispielsweise bei der Schwangerschaftsfettleber oder beim Reye-Syndrom sieht.

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