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CINCA-Syndrom

(Weitergeleitet von Chronisch infantiles neurologisch-kutanes-artikuläres Syndrom)

Synonyme: Chronisch infantiles neurologisch-kutanes-artikuläres Syndrom, Neonatal beginnende entzündliche Systemerkrankung, Prieur-Griscelli-Syndrom, NOMID-Syndrom
Englisch: Chronic Infantile Neurologic Cutaneous and Articular (CINCA), Neonatal Onset Multisystem Inflammatory Disease (NOMID)

1 Definition

Das CINCA-Syndrom ist ein hereditäres Fiebersyndrom und wird zu autoinflammatorischen Syndromen gezählt.

2 Epidemiologie

Das CINCA-Syndrom tritt weltweit auf und zeigt in 10 % d.F. eine familiäre Häufung. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung, wobei genaue Daten zur Prävalenz aktuell (2019) fehlen.

3 Ätiologie

Dem CINCA-Syndrom liegen verschiedene Mutationen des NLRP3-Gens auf Chromosom 1 zugrunde. Dieses Gen wird auch als CIAS1 bezeichnet und kodiert für Cryopyrin, einen Bestandteil des Inflammasoms. Als Folge des Gendefekts kommt es zur vermehrten Bildung von Interleukin-1β und zu systemischen Entzündungen. Das CINCA-Syndrom gehört zusammen mit der familiären Kälteurtikaria und dem Muckle-Wells-Syndrom zu den Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndromen (CAPS).

Bei den meisten Patienten liegt eine De-novo-Mutation vor. Neben einem autosomal-dominanten wurde auch ein autosomal-rezessiver Erbgang beschrieben.

4 Klinik

Das CINCA-Syndrom manifestiert sich bereits bei der Geburt: Die Kinder sind kleinwüchsig, besitzen einen relativ großen Kopf mit prominenter Stirn und eine Sattelnase. Häufig zeigt sich eine verstärkte Fältelung der Handflächen und Fußsohlen.

Weiterhin liegt meist von Geburt an ein persistierendes, wenig juckendes urtikarielles Exanthem vor. Weitere Begleitsymptome sind:

5 Diagnose

Während der entzündlichen Attacke finden sich erhöhte Entzündungsparameter (z.B. Leukozytose oder CRP-Anstieg) im Blut. Weiterhin liegt häufig eine Thrombozytose und eine Anämie vor.

Bei passender Klinik sichert eine molekulargenetische Untersuchung die Verdachtsdiagnose.

6 Differenzialdiagnosen

7 Therapie

Neben symptomatischer Gabe von NSAR zur Schmerzlinderung können bei schweren Verläufen Anakinra und Canakinumab verabreicht werden.

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