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Gabapentin

Synonyme: Neurontin, Gabax, Horizant, Gabagamma, Gababurg
Englisch: gabapentin

1 Definition

Gabapentin ist ein GABA-Analogon. Ursprünglich wurde es für die Behandlung der Epilepsie entwickelt, wird aber heute auch für die Behandlung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt.

2 Wirkmechanismus

Gabapentin aktiviert die Glutamatdecarboxylase, wodurch mehr GABA produziert wird, blockiert - nach derzeitigem Stand - spannungsabhängige Ca2+- Kanäle und öffnet neuronale ATP-abhängige K+-Kanäle. Es tritt nicht mit GABA-Rezeptoren in Wechselwirkung und hat keinen Einfluss auf die Wiederaufnahme des Neurotransmitters GABA in die Präsynapse.

3 Indikationen

  • Monotherapie von einfachen und komplex-partiellen epileptischen Anfällen (mit oder ohne sekundäre Generalisierung)
  • Zusatztherapie von partiellen Anfällen
  • Neuropathische Schmerzen (Post-Zoster-Neuralgie, diabetische Polyneuropathie)
  • Phantomschmerz

4 Kontraindikationen

5 Nebenwirkungen

Bei Kindern unter 12 Jahren wurden zusätzlich aggressives Verhalten und Hyperkinesien beobachtet. In Einzelfällen kam es zum Auftreten einer hämorrhagischen Pankreatitis wie zu schweren allergischen Reaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme).

6 Wechselwirkungen

Wechselwirkungen wurden bei Einnahme von magnesium- und calciumhaltigen Antacida beobachtet. Diese sollen wenn möglich zeitlich versetzt (mind. 2 Stunden) eingenommen werden. Eine Wirkungsverstärkung kann bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol oder Opioiden auftreten.

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