Impotenz
Synonym: impotentia (lateinisch)
Englisch: impotence
Definition
Als Impotenz bezeichnet man für gewöhnlich die dauerhafte Unfähigkeit des Mannes, eine Erektion bei sexueller Erregung zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. In der Medizin verwendet man heute den neutraleren Fachbegriff "erektile Dysfunktion".
siehe auch: Potenzstörung
Hintergrund
Historisch wurde der Begriff Impotenz weiter differenziert in
- Impotentia coeundi: Unfähigkeit zur Erektion und damit zum Beischlaf mit Penetration, moderner Begriff "erektile Dysfunktion"
- Impotentia generandi: Unfähigkeit, Kinder zu zeugen – heute als "männliche Infertilität" bezeichnet
- Impotentia ejaculandi: Unfähigkeit zu einem Samenerguss, moderner Begriff "Anejakulation"
Impotenz der Frau
Bei Frauen wird der Begriff "Impotenz" im klinischen Sprachgebrauch heute (2026) nur noch selten verwendet. Man spricht stattdessen von einer "sexuellen Funktionsstörung" bzw. "Fertilitätsstörung". Als Impotenz der Frau wurden folgende Störungen gelabelt:
- Frigidität (das Pendant zur "Impotentia coeundi" beim Mann, von frz. frigide = kalt)
- Impotentia concipiendi: die Unfähigkeit, schwanger zu werden
- Impotentia gestandi: die Unfähigkeit, die Leibesfrucht auszutragen
Artikelinhalt ist veraltet?
Hier melden
Fachgebiete:
Sexualmedizin, Umweltmedizin
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung