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Hypophysenhinterlappen

(Weitergeleitet von Neurohypophyse)

Synonym: Neurohypophyse
Abkürzung: HHL
Englisch: posterior pituitary, neurohypophysis

1 Definition

Der Hypophysenhinterlappen ist ein Teil der Hypophyse. Im Gegensatz zum Hypophysenvorderlappen, bei dem es sich um eine endokrine Drüse handelt, ist der HHL ein Hirnteil.

2 Anatomie

Der Hypophysenhinterlappen wird unterteilt in:

Im Bereich des Infundibulums befindet sich die Eminentia mediana, die wichtigste Schnittstelle zwischen dem Nervensystem und dem hormonellen Regulationssystem.

Der HHL steht über den Tractus hypothalamohypophysialis mit dem Hypothalamus in Verbindung. Im Nucleus supraopticus gebildetes ADH und im Nucleus paraventricularis gebildetes Oxytocin werden an Neurophysine gebunden durch Axone dieses Tractus vom Hypothalamus zum Hypophysenhinterlappen transportiert und hier gespeichert. Bei Bedarf werden die Hormone proteolytisch von ihrem Neurophysin gespalten und in die Blutbahn abgegeben. Im diesem Freisetzungsprozess spielen spezialisierte Zellen des HHL, die Pituizyten, eine wichtige Rolle.

3 Histologie

Das Gewebe der Neurohypophyse besteht aus nicht myelinisierten Axonen und Pituizyten. Dabei machen die Axone etwa 70% des Gewebes aus, die Pituizyten etwa 25%. Des weiteren finden sich im Lobus nervosus zahlreiche sinusoidale Kapillaren mit fenestriertem Endothel.

Die Pituizyten enthalten oft Lipidtröpfchen und zeichnen sich durch Pigmentgranula und dicht gepackte Intermediärfilamente aus. Ihre Fortsätze bilden ein Netzwerk und Grundgerüst für die Axone. Zudem stehen sie über Gap junctions in Verbindung.

In den Axonen, in deren Varikositäten und in deren Endigungen finden sich kleine Sekretvesikel mit einem Durchmesser von etwa 120-290 nm. Auch kleinere Vesikel kommen vor. Die Auftreibungen der Axone, die durch solche Sekretvesikel entstehen, bezeichnet man als Herring-Körper.

4 Links

siehe auch: Hypophysenvorderlappen

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