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Zirkumventrikuläres Organ

Synonyme: ZVO, Neurohämalorgan
Englisch: circumventricular organ

1 Definition

Als zirkumventrikuläre Organe, kurz ZVO, werden eng umschriebene Areale in der Wand des dritten und vierten Hirnventrikels bezeichnet, an denen die Blut-Hirn-Schranke unterbrochen ist. Da sie den weitgehend freien Austausch von Stoffen zwischen dem Gefäßsystem und dem Nervengewebe ermöglichen, spricht man auch von neurohämalen Regionen.

Anm.: In manchen Lehrbüchern wird der Begriff "neurohämale Region" nur für die Eminentia mediana verwendet.

2 Histologie

Die Oberfläche der zirkumventrikulären Organe bildet eine verdickte Schicht von Ependymozyten. Die Ependymzellen nehmen dabei eine besondere Form an: Sie sind auffällig lang gestreckt, weshalb man sie auch als Tanyzyten bezeichnet. Zum Ventrikellumen hin sind sie mittels Tight Junctions (Zonulae occludentes) eng vernetzt, so dass subependymal ein eigener abgeschlossener Extrazellulärraum für den Stoffaustausch entsteht. In diesem Raum befindet sich ein Plexus fenestrierter Kapillaren.

3 Organe

Zu den zirkumventrikulären Organen zählen:

4 Funktion

Die zirkumventrikulären Organe stellen neurohämale Kommunikationskontakte dar, die eine Vernetzung von Blut, Endokrinium und Nervensystem ermöglichen.

Sie sind als Schaltstellen beteiligt an:

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