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Körpertemperatur

Englisch: body temperature

1 Definition

Als Körpertemperatur wird meistens die Körperkerntemperatur, d.h. die Temperatur des Inneren des Thorax, des Abdomens und des Kopfes, verstanden.

Sie beträgt beim gesunden Erwachsenen zwischen 36 °C (309,15 K, 96,8 °F) und 37 °C (310,15 K, 98,6 °F).

2 Physiologie

Je nach Außentemperatur können beim Menschen große Temperaturunterschiede zwischen der Temperatur der Körperschale und des Körperkerns bestehen. Die Körperkerntemperatur wird durch einen mehrschleifigen Regelkreis (Thermoregulation) weitgehend konstant gehalten. In großer Hitze kann die Körpertemperatur leicht ansteigen, bei körperlicher Arbeit und Sport ist ein Anstieg der Körperkerntemperatur auf etwa 38 °C (311,15 K, 100,4 °F) bis 39 °C (312,15 K, 102,2 °F) normal und (auf Kosten eines höheren Energieverbrauchs) einer größeren Leistungsfähigkeit förderlich. Die Körperschalentemperatur ist größeren Schwankungen ausgesetzt als die Körperkerntemperatur.

2.1 Körpertemperatur im Alter

Mit steigendem Alter ändert sich die Körpertemperatur des Menschen im Sinne einer Abnahme. Grund dafür sind u.a. die Abnahme der Thermoregulation, sowie die reduzierte Ausschüttung von Pyrogenen. So sinkt pro Lebensdekade die Körpertemperatur etwa um 0,1-0,15 °C. Dies ist bedeutsam für die Einschätzung von Hyperthermien, z.B. im Rahmen eines Infektes. So haben ältere Menschen teils schwere Infekte, mit einer Körpertemperatur, die bei jüngeren Menschen als normal angesehen würde. Etwa 30% aller älteren Menschen entwickeln bei selbst stärksten Infektionen gar kein Fieber.

3 Dysregulationen der Körpertemperatur

Ein Anstieg der Körperkerntemperatur auf über 38 °C (311,15 K, 100,4 °F) wird als Fieber bezeichnet, ein Abfall unter 35 °C (308,15 K, 95 °F) als Hypothermie.

4 Messung

Die Messung der Körpertemperatur (Fiebermessung) mit Hilfe eines Thermometers kann - geräteabhängig - an verschiedenen Orten erfolgen:

Bei der Beurteilung der Messergebnisse ist zu beachten, dass diese Körperstellen verschiedene Normaltemperaturbereiche besitzen. Die axilläre Messung liefert in der Regel 0,5°C - 1,0°C niedrigere Werte als die rektale Messung.

Fachgebiete: Physiologie

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