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Myoepithelzelle

von lateinisch: myo- Muskel und griechisch epi- über; thele- Brustwarze
Synonym: Korbzelle
Englisch: myoepithelial cell

1 Definition

Myoepithelzellen sind spezialisierte kontraktile Epithelzellen verschiedener Drüsen, die durch Kontraktion die Sekretion initiieren und den Sekrettransport gewährleisten.

2 Vorkommen

Myoepithelzellen liegen an der Basis der Drüsenendstücke von Schweißdrüsen, Duftdrüsen und Speicheldrüsen, sowie an Endstücken und Ausführungsgängen (Ductus lactiferi) der Brustdrüsen.

3 Histologie

Myoepithelzellen sind unterhalb der Epithelzellen von Endstücken und Ausführungsgängen lokalisiert und stehen in Kontakt zur darunterliegenden Basalmembran. Sie besitzen zytoplasmatische Fortsätze, mit denen sie die Epithelzellen korbartig umgreifen. Aufgrund ihrer Morphologie werden sie auch als "Korbzellen" bezeichnet.

Die Kontraktilität der Myoepithelzellen beruht auf ihrem besonderen Zytoskelett, das die Myofilamente Actin und Myosin enthält. Benachbarte Myoepithelzellen sind durch Gap junctions miteinander verbunden, die eine synchrone Kontraktion ermöglichen.

4 Physiologie

Myoepithelzellen werden noradrenerg sympathisch innerviert. Als Sekretionsreiz der laktierenden Brustdrüse bewirkt Oxytocin eine Kontraktion der Myoepithelzellen.

Fachgebiete: Anatomie

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