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Duftdrüse

Synonym: Glandula sudorifera apocrina, apokrine Schweißdrüse
Englisch: scent gland

1 Definition

Duftdrüsen sind modifizierte Schweißdrüsen mit apokrinem Sekretionsmodus.

2 Vorkommen

Duftdrüsen sind vor allem im Bereich der Axilla, der Brustwarze, in der Leistengegend, der perianalen Region (Glandulae cirumanales) und der Schamregion (Frau: Mons pubis, große Schamlippen; Mann: Hodensack) lokalisiert.

3 Histologie

Duftdrüsen sind tubuloalveoläre seröse Drüsen. Ihre Endstücke sind im Stratum reticulare der Dermis lokalisiert. Aufgrund des apokrinen Sekretionsmodus besitzen sie ein weiteres Lumen als die ekkrinen Schweißdrüsen. Die Epithelzellen der Endstücke weisen im lichtmikroskopischen Bild zahlreiche Sekretvesikel auf. Am apikalen Zellpol befinden sich Mikrovilli, die durch Apozytose in das Drüsenlumen abgegeben werden. Die Ausführungsgänge der Duftdrüsen münden in die Haarfollikel.

Das abgegebene Sekret ist zähflüssig, fetthaltig und leicht alkalisch. Die Sekretion wird durch sympathisch innervierte Myoepithelzellen im Bereich des basalen Pols der Drüsenendstücke induziert.

4 Klinik

Bei der Frau kann die Drüsenaktivität mit dem Sexualzyklus schwanken. Da durch die alkalischen und fetthaltigen Sekrete lokal der Säureschutzmantel gestört werden kann, sind die Duftdrüsen anfällig für bakterielle Infektionen (Schweißdrüsenabszess).

Tags:

Fachgebiete: Dermatologie, Histologie

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