Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Mikrovilli

1 Definition

Mikrovilli fingerförmige, meist unverzweigte Ausstülpungen der apikalen Zellmembran. Sehr dicht stehende Mikrovilli bilden einen Bürstensaum. Die Zellen, welche Mikrovilli tragen, werden auch als Bürstenzellen bezeichnet.

2 Aufbau

Mikrovilli sind ca. 0,08 µm dick und etwa 1-4 µm lang. An ihrem apikalen Ende tragen sie eine elektronendichte amorphe Kappenregion, die Z-Scheibe. Die Zellfortsätze enthalten in ihrer Mitte ein zentrales Bündel aus 20-30 Aktinfilamenten, die untereinander durch die Proteine Fimbrin, Fascin und Villin vernetzt sind. Diese Aktinfilamente stabilisieren die Mikrovilli und ragen mit ihrem Minus-Ende in die Zelle hinein. Dort sind sie mit Tropomyosin, Spektrin und Myosin II besetzt, die das so genannte Terminalgeflecht bilden und die Aktinfilamente am Zytoskelett verankern.

3 Funktion

Die Funktion der Mikrovilli liegt in der Oberflächenvergrößerung bei resorbierenden Epithelien z.B. in der Darmwand, den Nierentubuli und den Plexus choroidei. Mikrovilli tragen eine gut ausgeprägte Glykokalix, in der sich zahlreiche Enzyme und Transportproteine befinden. Sie determiniert die Antigeneigenschaften der Zelle und spielt eine wichtige Rolle bei der Zellerkennung und -adhäsion.

Fachgebiete: Histologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

41 Wertungen (3.44 ø)

81.026 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: