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Geschlechtsreife

Synonym: Pubeszenz
Englisch: puberty, sexual maturity

1 Definition

Die Geschlechtsreife ist der Zustand der Befähigung zur sexuellen Fortpflanzung. Das Erreichen der Geschlechtsreife ist eine Folge des Einwirkens der Hormone (Testosteron, von Östrogenen, Östradiol und Thyroxin) auf den jeweiligen Organismus. Es kommt ab einem bestimmten Punkt zur Bildung von Geschlechtszellen (Gameten) im Rahmen der Ovogenese beim weiblichen oder der Spermiogenese beim männlichen Indivuum. Der Start der Gametogenese ist mit dem Erreichen der Geschlechtsreife und dem Ausleben des Sexualtriebes gleichzusetzen. Nach Erreichen der Geschlechtsreife endet in der Regel beim Menschen das Wachstum.

2 Vorgänge

Neben dem Antrieb der Gametogenese und der verstärkten Ausbildung primär Geschlechtsmerkmale (z.B Gliedwachstum), werden auch die sekundären Geschlechtsmerkmale ausgebildet. Diese Ausbildung formt das Indiviuum zu dem typischen morphologischen Geschlecht.

Bei Menschen sind die Unterschiede deutlich zu erkennen. Bei Haus- und Zootieren meist durch genaues Hinschauen bzw. Verhaltensänderung der Tiere.

3 Biologische Bedeutung

  • Fortpflanzung: Nur durch Einsetzen der Geschlechtsreife und dem damit verbundenen Fortpflanzungstrieb kann die Arterhaltung gesichert werden.
  • Attraktivität: Die Geschlechtsreife und Ausbildung von Geschlechtsmerkmalen entscheidet oft maßgeblich über den Fortpflanzungserfolg.
  • Evolution: Generell findet ohne Fortpflanzung keine Evolution mehr statt. Es ist die Basis für die Variation und der Nachkommenzahl, welche die Selektion antreibt.

4 Beispiele

4.1 Mensch

  • Mann: Glied, Hoden, Achsel-, Scham- und Bartbehaarung, deutlich muskulösere Körperstruktur, breite Schulter, meist enges Becken, deutlicher Körpergeruch
  • Frau: Vagina, Scham, Körperbehaarung, zumeist breites Becken, enge Schulter, weniger muskulös, deutlicher Fettkörper, Ausbildung der weiblichen Brust, Regelblutung

4.2 Pavian

  • Männchen: zeigt eine intensive rötliche Färbung im anogenitalen Bereich. Auch das Gesicht ist breiter und es treten Veränderungen bei der Gesichtsbehaarung auf.
  • Weibchen: ist eher der Umwelt angepasst gefärbt und unauffällig.

siehe auch: Fortpflanzungsdaten beim Schaf

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