Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Morbus Hailey-Hailey

Synonyme: Pemphigus chronicus benignus familiaris, Dyskeratosis bullosa hereditaria

1 Definition

Der Morbus Hailey-Hailey ist eine autosomal-dominant vererbte Dermatose, für die das Auftreten von in Gruppen angeordneten Erosionen charakteristisch ist.

2 Epidemiologie

Die Erkrankung ist sehr selten.

3 Ätiologie

Der Morbus Hailey-Hailey wird autosomal-dominant vererbt, wobei die Penetranz variabel ist und der Ausbruch der Erkrankung durch Feuchtigkeit, Mikroben und auch Wärme getriggert werden kann. Die Dyskeratosis bullosa hereditaria beruht auf einer Mutation im Gen für eine ATPase auf dem dritten Chromosom.

4 Klinik

Charakteristisch ist die Ausbildung von Erythemen, auf denen kleine Blasen entstehen, die konfluieren können. Nachdem die Blasen erodiert sind, bilden nässende Areale mit verkrusteter und rissiger Oberfläche aus. Typisch ist die Ausdehnung der Hautveränderungen in der Peripherie, wobei es gleichzeitig zur Abheilung der Veränderungen im Zentrum kommt, sowie Juckreiz. Prädilektionsstellen für die Erkrankung sind die großen Körperfalten.

5 Diagnostik

Die Diagnose wird anhand der Klinik, der Familienanamnese sowie der Histopathologie gestellt.

6 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an eine Intertrigo und an den Pemphigus vegetans gedacht werden.

7 Therapie

Die Erkrankung wird in der Regel lokal mit Glukokortikoiden und Antibiotika behandelt; bei schwereren Verläufen ist auch eine systemische Anwendung möglich. Die strikte Karenz möglicher Trigger ist obligat.

Fachgebiete: Dermatologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

4 Wertungen (2.75 ø)

22.659 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: