Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Loss-of-Function-Mutation

Synonym: Funktionsverlustmutation

1 Definition

Als Loss-of-Function-Mutation bezeichnet man in der Genetik eine Genmutation, die einen Funktionsverlust des betreffenden Genprodukts nach sich zieht.

Bei einem Zugewinn spricht man von Gain-of-Function-Mutationen.

2 Genetik

Über unterschiedliche Pathomechanismen können Mutationen eine Krankheit verursachen. Dazu zählt neben anderen Effekten (z.B. Gain-of-Function-Mutation, Dominant-negativer Effekt, usw.) der Funktionsverlust aufgrund einer Mutation. Mögliche Konsequenzen sind:

  • Aufgrund von Veränderungen der Sekundär- oder Tertiärstruktur erfolgt eine gestörte Stabilität und vorzeitiger Abbau des Proteins
  • Der Verlust einer funktionell bedeutsamen Domäne des Genprodukts führt zu einer verminderten physiologischen Aktivität des Proteins (z.B. nach einer Mutaton in der katalytischen Domäne eines Enzyms).
  • Es können Veränderungen an der Bindungsstelle für andere Proteine erfolgen, die eine Unfähigkeit, weiterhin als Substrat anderer Proteine zu fungieren, nach sich zieht. Beispiel hierfür ist eine Mutation im Faktor-VIII-Gen bei Hämophilie A, die zu einer Veränderung der thrombin cleavage site des Proteins führt und dadurch die Spaltung von Faktor VIII durch Thrombin (d.h. also die Aktivierung von Faktor VIII zu Faktor VIIIa) verhindert.

3 Literatur

  • "Basiswissen Humangenetik" - Christian P. Schaaf, Johannes Zschocke, Springer-Verlag, 2. Auflage

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (4.5 ø)

5.112 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: