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Methämoglobinämie

Englisch: meth(a)emoglobin(a)emia

1 Definition

Als Methämoglobinämie bezeichnet man einen erhöhten Gehalt von Methämoglobin (MetHb) im Blut.

ICD10-Codes: D74.0, D74.8, D74.9

2 Symptome

Ab einem Methämoglobingehalt von 15-20% treten Zeichen einer mangelnden Sauerstoffversorgung auf, z.B. Kopfschmerzen, Benommenheit und leichte Zyanose (trotz normaler O2-Sättigung). Bei einem Anteil von 40-50% kommt es zu schwerer Zyanose und Verwirrtheit, ab 60-70% Methämoglobin können Koma und schließlich der Tod eintreten.

Bereits ab einem Methämoglobingehalt von 30% weist das Blut eine schokoladenähnliche Farbe auf.

3 Ursachen

Methämoglobinämien können unterschiedliche Ursachen haben:

4 Therapie

Erblich bedingte Methämoglobinämien können nur symptomatisch behandelt werden. Toxische und medikamentös verursachte Methämoglobinämien werden mit Methylenblau als Antidot und ggf. durch Bluttransfusionen behandelt. Ansonsten erfolgt nach Wegfall der auslösenden Noxe eine Normalisierung durch den physiologischen Austausch der Erythrozyten.

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