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Phenacetin

Synonyme: p-Ethoxyacetanilid, 1-Acetamino-4-ethoxybenzol, Acetophenetidin, N-(4-ethoxyphenyl)ethanamid 

Englisch: phenacetine

1 Definition

Phenacetin ist eine pharmakologisch wirksame Substanz aus der Klasse der Aminophenol-Derivate. Es verfügt über eine fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung und wurde lange Zeit als Arzneimittel verwendet.

2 Chemie

Die chemische Summenformel von Phenacetin lautet

  • C10H13NO2

und bei Zimmertemperatur liegt die Verbindung in festem Zustand vor. Der Schmelzpunkt liegt bei rund 134 – 135 °C. Im Zentrum des Moleküls befindet sich ein Benzolring, der das Aminophenol-Derivat als Aromat ausweist.

3 Geschichte

Das Phenacetin kam im Jahr 1887 als Schmerzmedikament auf den Markt.

4 Anwendungsgebiete

Seinerzeit wurde Phenacetin gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, aber auch als leistungssteigerndes Präparat angewendet. Insbesondere Rheuma, Migräne, Neuralgien und Myalgie waren Einsatzgebiete der Substanz. In Kombination mit Coffein wirkt es euphorisierend und leistungssteigernd, weswegen man es nicht selten Mitarbeitern von großen Industriebetrieben (v. a. in der DDR) verabreichte. Aufgrund seiner nachgewiesenermaßen schädigenden Wirkung auf die Niere ist es bereits seit 1986 in Deutschland verboten. Insbesondere in Kombination mit anderen Analgetika verursacht es schwere Schäden am Nierengewebe. Nachfolgepräparat wurde das Paracetamol.

Fachgebiete: Arzneimittel

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