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Ivabradin

Synonyme: Ivabradinum hydrochloridum u.a.
Handelsnamen: Procoralan® u.a.
Englisch: ivabradine

1 Definition

Ivabradin ist ein Wirkstoff aus der Klasse der If-Kanalblocker und kommt in der Kardiologie zum Einsatz.

2 Indikationen

Ivabradin ist zur symptomatischen Therapie der chronischen stabilen Angina pectoris bei erwachsenen Patienten indiziert, die eine Kontraindikation für Betablocker aufweisen.

Außerdem wird Ivabradin zur Therapie der chronischen Herzinsuffizienz der NYHA-Stadien II bis IV empfohlen, wenn die linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤ 35 % beträgt. Ivabradin ist bei Patienten mit einer Unverträglichkeit gegenüber Betablockern indiziert oder kommt addititiv zum Einsatz, wenn die Herzfrequenz ≥ 75/min beträgt. Vorraussetzug ist ein stabiler Sinusrhythmus.[1]

3 Applikationsformen

Das Arzneimittel wird in Form von Tabletten appliziert.

4 Pharmakokinetik

Der Wirkstoff weist eine Bioverfügbarkeit von 40% auf. Die Plasmahalbwertszeit beträgt durchschnittlich elf Stunden. Im Blut liegt Ivabradin zu 70% an Plasmaproteine gebunden vor. Die Metabolisierung erfolgt in der Leber und im Darm über das Cytochrom P450-System (CYP3A4). Der Arzneistoff wird renal und über die Faeces eliminiert.

5 Wirkmechanismus

Die Wirkung von Ivabradin beruht auf der selektiven und spezifischen Hemmung der sogenannten funny channels (If-Kanäle) im Sinusknoten, die für die Regulierung der Herzfrequenz zuständig sind. Durch die Blockade sinkt die Herzfrequenz. Dies führt über die Verlängerung der Diastole zu einem erhöhten Sauerstoffangebot sowie einer Reduktion des myokardialen Sauerstoffverbrauchs und zur Steigerung des koronaren Blutflusses.

6 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

7 Kontraindikationen

8 Quellen

  1. Leitlinie Herzinsuffizienz 2019, abgerufen am 29.11.2021

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 29. November 2021 um 11:11 Uhr bearbeitet.

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