If-Kanalblocker
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LoslegenSynonyme: If-Kanal-Hemmer, If-Kanal-Inhibitor, If-Inhibitor
Englisch: If channel inhibitor, If channel blocker
Definition
If-Kanalblocker sind eine Wirkstoffklasse, die spezifisch den If-Kanal inhibieren. Sie reduzieren dadurch die Herzfrequenz (negativ chronotrope Wirkung).
Wirkmechanismus
Der If-Kanal ist ein durch Hyperpolarisation aktivierter Ionenkanal für Natrium- und Kaliumionen, der vor allem in den Schrittmacherzellen des Sinusknotens exprimiert wird. Er ist maßgeblich für die diastolische Spontandepolarisation verantwortlich und damit ein zentraler Regulator der Herzfrequenz.[1]
If-Kanalblocker binden selektiv und von intrazellulär an den offenen Kanal und hemmen dadurch den einwärtsgerichteten Ioneneinstrom. Dadurch verlangsamt sich die spontane Depolarisation der Schrittmacherzellen, sodass die Herzfrequenz sinkt. Die Kontraktilität des Myokards und die kardiale Erregungsleitung bleiben dabei weitgehend unbeeinflusst.
Vertreter
Derzeit (2026) ist der einzige zugelassene Vertreter dieser Wirkstoffklasse das Arzneimittel Ivabradin, das z.B. bei Angina pectoris und chronischer Herzinsuffizienz eingesetzt wird.
Quelle
- ↑ Prasad et al., Review of the If selective channel inhibitor ivabradine in the treatment of chronic stable angina, Adv Ther, 2009