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Felsenbein

(Weitergeleitet von Apex ossis petrosi)

von lateinisch: petra - Fels, Stein
Synonyme: Pars petrosa ossis temporalis, Felsenbeinpyramide, "Pyramis" (obsolet)
Englisch: petrous bone, petrous portion of temporal bone

1 Definition

Das Felsenbein oder lateinisch Pars petrosa ossis temporalis ist ein pyramidenförmiger Knochenabschnitt an der Basis des Schläfenbeins (Os temporale), der das Innenohr enthält.

2 Nomenklatur

Im Gegensatz zu manchen Tierarten ist das Felsenbein beim Menschen kein eigenständiger Knochen, sondern ein Teil des Schläfenbeins. Daher lautet die korrekte Bezeichnung Pars petrosa ossis temporalis. Die im klinischen Sprachgebrauch verwendeten Bezeichnungen "Os petrosum" oder "Felsenbein" sind daher eigentlich nicht korrekt.

3 Anatomie

3.1 Überblick

Das Felsenbein hat die Grundform einer dreiseitigen Pyramide und befindet sich an der Schädelbasis zwischen dem Os sphenoidale und dem Os occipitale. Seine Spitze ist nach medial und rostral gerichtet.

Man unterscheidet eine Basis und eine Spitze (Apex) des Felsenbeins, sowie drei Flächen (Facies) und drei Winkel (Anguli). Im Inneren des Felsenbeins sind die ossären Strukturen des Innenohrs ausgeformt, das knöcherne Labyrinth.

Die Basis des Felsenbeins ist mit der inneren Oberfläche der Pars squamosa und der Pars mastoidea des Schläfenbeins verschmolzen.

Der Apex, auch Felsenbeinspitze genannt, ist rau und uneben. Er fügt sich in den Winkel zwischen den Hinterrand der Ala major des Os sphenoidale und der Pars basilaris des Os occipitale. Er umschließt das Orificium internum des Canalis caroticus und formt den posterolateralen Rand des Foramen lacerum. Hier setzt das Ligamentum sphenopetrosum (Gruber-Band) an.

Das Felsenbein liegt zeitlebens als Geflechtknochen vor und wird nicht in Lamellenknochen umgebaut. Die Pars petrosa ossis temporalis ist der härteste Knochen des menschlichen Schädels.

3.2 Knochenkanäle

Im Felsenbein verlaufen diverse Knochenkanäle. Dazu zählen unter anderem:

4 Klinik

Das Felsenbein kann bei Schädelverletzungen verletzt werden. Bei den Felsenbeinfrakturen handelt sich meist um Berstungsbrüche im Rahmen eines Polytraumas oder Schädel-Hirn-Traumas.

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