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Gicht

Synonym: Arthritis urica
Englisch: gout

1 Definition

Die Gicht ist eine durch Hyperurikämie bedingte schmerzhafte Erkrankung der Gelenke. Sie wird durch Einlagerung von kristallisierten Salzen der Harnsäure (Urat) in den Gelenken ausgelöst.

2 Einteilung

Nach der Ätiologie der zugrundeliegenden Hyperurikämie werden unterschieden:

  • primäre Gicht (bei primärer Hyperurikämie): Die genetisch bedingte primäre Gicht wird meistens durch eine verminderte Harnsäuresekretion der Niere verursacht, in den restlichen Fällen durch eine vermehrte Harnsäuresynthese (z.B. Lesch-Nyhan-Syndrom).
  • sekundäre Gicht (bei sekundärer Hyperurikämie): Ursachen der sekundären Hyperurikämien sind vermehrter Harnsäureanfall durch erhöhten Zellaufbau/Zellabbau (z.B. bei hämolytischer Anämie) und verminderte Harnsäureausscheidung (z.B. bei Nierenerkrankungen oder Therapie mit Thiaziddiuretika) sowie vermehrte Harnsäurebildung bei gleichzeitig verminderter Harnsäureausscheidung (z.B. bei Glykogenspeicherkrankheit Typ I).

3 Epidemiologie

Die Gicht ist neben dem Diabetes in Industrieländern eine der häufigsten Stoffwechselkrankheiten. Der durchschnittliche Harnsäurewert der Bevölkerung ist abhängig von den Ernährungsmöglichkeiten (z.B. purinreiche Ernährung, Alkoholkonsum).

Die Erkrankung betrifft meist Männer. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Die Harnsäurewerte von Männern sind unabhängig vom Lebensalter, während sie bei Frauen in den hormonell aktiven Lebensphasen signifikant niedriger als in der Jugend und nach der Menopause sind.

4 Symptome

Klinisch werden 4 Stadien der Gicht unterschieden:

  1. Asymptomatisch inapparentes Stadium: Es liegt bereits eine Hyperurikämie vor, jedoch sind noch keine Symptome vorhanden. In diesem Stadium wird die Erkrankung zufällig im Rahmen einer Laboruntersuchung auffällig.
  2. Akuter Gichtanfall: Durch Überschreitung der Löslichkeitsgrenze der Harnsäure kommt es zur Ausfällung von Uratkristallen in den Gelenkinnenraum. Dadurch kommt es zu einer starken entzündlichen Reaktion des befallenen Gelenks. Häufig befallene Gelenke sind das Großzehengrundgelenk, Sprunggelenk, Kniegelenk, die Fingergelenke, die Handwurzel und das Ellenbogengelenk.
  3. Interkritische Phase: Das Intervall zwischen zwei akuten Gichtanfällen verläuft in der Regel ohne Symptome. Die pathologischen Veränderungen an den Gelenken schreiten jedoch ungehindert fort.
  4. Chronische Gicht: Bei längerem Bestehen einer Gicht mit wiederkehrenden Episoden akuter Gichtanfälle kommt es in der Umgebung der ausgefallenen Uratkristalle zum Umbau des Gewebes. Der Knorpel verdickt und verhärtet sich, sogenannte Gichttophi entstehen.

Im Rahmen einer länger bestehenden Gicht kann es zur Nephritis infolge einer Ausfällung von Uratkristallen in der Niere kommen. Ausfallende Kristalle können sich zu Konkrementen zusammenlagern und die Ausbildung von Nierensteinen (Nephrolithen) begünstigen.

5 Diagnostik

Zur sicheren Diagnose einer Gicht ist eine sorgfältige Anamnese des Patientien mit Herausstellung des typischen Gelenkschmerzes im Rahmen eines akuten Gichtanfalles zu erheben.

Weitere wichtige diagnostische Kriterien einer Gicht sind:

Ergänzend können durch Röntgenaufnahmen betroffener Gelenke kleine, scharf begrenzte rundliche Osteolysen in Gelenknähe aufgezeigt werden. Des Weiteren kann man Harnsäureaggregate in den Gelenkkapseln sonografisch darstellen.

6 Therapie

Die Therapie der Gicht setzt an mehreren Punkten an:

Guter Hinweis - aber warum machen Sie das nicht selbst: Einfach "Bearbeiten" klicken.
#2 vor 20 Tagen von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Man muss ausführlicher Symptome beschreiben, weil das leider nicht genug für vollwertiges klinisches Bild ist.
#1 vor 24 Tagen von Dmitry Zditovets (Arzt)

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