Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Fasten

1 Definition

Fasten ist eine strenge Form der Nahrungsbeschränkung zur Gewichtsreduktion oder zur Behandlung von ernährungsbedingten Stoffwechselerkrankungen oder Allergien, welche ihren Ursprung in der Religion hat.

2 Fastenarten

Man unterscheidet drei grundlegende Fastenarten:

  1. Nulldiät, Fasten mit Verzicht auf jegliche Nahrung bei Flüssigkeitskonsum
  2. Modifiziertes Fasten durch Aufnahme einer Mindestmenge an Nährstoffkonzentraten zur Erhaltung des körperlichen Eiweißminimums sowie Flüssigkeitskonsum
  3. Heilfasten durch Trinken von Wasser, Molke, Tee und Gemüsebrühen.

3 Durchführung

Eine Fastenkur dauert eine bis vier Wochen. An den ein bis sieben Vorbereitungstagen nimmt man wenig Nahrung zu sich. Diese Kost soll natürlich, fettarm und ballaststoffhaltig sein. Außerdem soll man ganz auf Genussmittel, Fleisch, Fisch und Süßwaren verzichten. Man beginnt eine Fastenkur in der Regel mit einer Reinigung des Darms. Durch Einnahme von Glaubersalz, Sauerkrautsaft, Rizinusöl oder durch Einläufe werden die Verdauungsreste aus dem Darm ausgeschwemmt.

Das Fastenbrechen soll mit einem vorsichtigen Kostaufbau bis zur Normalkost geschehen. Der Plan für erlaubte Nahrungsmittel sollte vom Arzt aufgestellt werden.

4 Körperliche Vorgänge

Wenn dem Körper keine Nahrung zugeführt wird, schaltet er nach ein bis zwei Tagen auf "Sparflamme", den so genannten Hungerstoffwechsel um. Beim Fasten sinkt der Blutdruck, der Kreislauf und das Herz werden entlastet und der Körper wird entwässert.

Der Organismus greift auf seine Reserven (Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate) zurück. Die Kohlenhydratreserven liegen in der Leber und in den Muskeln und reichen für etwa 24 Stunden. Danach werden Fettdepots und Eiweiß abgebaut. Bei diesen Stoffwechselvorgängen bilden sich Ketone wie Azeton, erkennbar an einem charakteristischen Mund- und Körpergeruch.

Bei längerem Fasten schüttet der Körper Glückshormone (Endorphinr) aus, um das Ertragen des Hungers zu erleichtern. Im Durchschnitt verlieren Fastende etwa 400 g Gewicht, am Anfang allerdings vor allem Eiweiß. Bei einer kurzen Fastendauer kann dieser Verlust allerdings in kurzer Zeit wieder ausgeglichen werden. Mehrwöchiges Fasten kann jedoch auch den Herzmuskel angreifen und sollte deshalb unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Fasten regt nach Studien das Immunsystem an. Alle durch die Ernährung bedingten Krankheiten können durch das Fasten positiv beeinflusst werden. Außerdem kann Fasten entzündliches Rheuma bessern.

Fasten kann man in drei Ebenen gliedern, auf die es sich auswirkt:

  • Körper
  • Psyche
  • Gemeinschaft

5 Risiken

Gesunde Personen können bis zu 40 Tage lang fasten. Für das Fasten wird eine ärztliche Betreuung empfohlen, da es in der Regel mehr als 10 Tage dauert. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten nicht fasten, da die körperliche Entwicklung beeinträchtigt werden könnte. Außerdem sollen Schwangere, Stillende, Magersüchtige, Bulimiekranke, Diabetiker, Depressive, Bettlägerige und Pflegebedürftige nicht fasten.


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Fachgebiete: Ernährungsmedizin

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