Löslichkeit
Englisch: Solubility
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition
Die Löslichkeit eines gasförmigen, festen oder flüssigen Reinstoffs gibt an, in welchem Maß er in einem Lösungsmittel eine homogene Lösung bilden kann. Das Ausmaß der Löslichkeit einer Substanz in seinem spezifischen Lösungsmittel wird als Sättigung bezeichnet.
2 Löslichkeitsgrad
Der Löslichkeitsgrad von Substanzen variiert sehr stark von vollständig löslichen (z.B. Wasser in Ethanol) bis hin zu schwach löslichen (z.B. Silberchlorid in Wasser). Die Löslichkeit ist von folgenden Faktoren abhängig:
- Lösungsmittel (Art, pH-Wert)
- Polarität von Reinstoff und Lösungsmittel
- Temperatur
- Druck
Im Allgemeinen steigt die Löslichkeit von gasförmigen Reinstoffen bei höherem Druck. Bei hohen Temperaturen steigt gewöhnlich die Löslichkeit von festen Stoffen in flüssigen Lösungsmitteln während die Löslichkeit von Gasen in flüssigen Lösungsmitteln abnimmt.
3 Arten der Löslichkeit
Man kann grundsätzlich zwei Arten von Löslichkeiten unterscheiden:
3.1 Qualitative Löslichkeit
Gibt an ob der Reinstoff überhaupt im Lösungsmittel löslich ist.
3.2 Quantitative Löslichkeit
Ist definiert als Stoffmenge die im Lösungsmittel gelöst werden kann.
4 Löslichkeitsgleichgewicht
Bei einem Lösungsvorgang eines Stoffes in einem Lösungsmittel stellt sich ein natürliches Gleichgewicht ein. Daher hat jeder Stoff eine spezifische maximale Löslichkeit. Diese wird meist in mol/kg oder g/100g Lösungsmittel bei festgelegter Temperatur angegeben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Löslichkeitsgleichgewicht einer Substanz überschritten werden und eine übersättigte Lösung bilden.
Bei Salzen (wie Elektrolyten) wird die Löslichkeit durch das Löslichkeitsprodukt bestimmt.
5 Arzneimittel
Um ein ausreichend lösliches Arzneimittel zu erhalten, muss dieses mindestens eine Löslichkeit von 10 Mikrogramm/ml aufweisen. Stoffe, die eine Löslichkeit von < 1 Mikrogramm/ml aufweisen, sind für Arzneimittel ungeeignet.
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